US-Politiker lehnen Unocal-Übernahme durch Chinesen ab

21. Juli 2005, 09:34
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"Energie ist ein strategischer Rohstoff" - CNOOC zu 70 Prozent in Staatshand

Washington - US-Kongresspolitiker haben eine Übernahme der amerikanischen Ölfirma Unocal durch den chinesischen Konzern CNOOC abgelehnt.

"Es ist einfach eine Tatsache, dass Energie ein strategischer Rohstoff ist", erklärte der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses, Duncan Hunter. Andere Abgeordnete und Sachverständige nutzten die Anhörung am Mittwoch zu Angriffen auf China. CNOOC ist teilweise in staatlichem Besitz.

Gebot bei 18,2 Milliarden Dollar

CNOOC bietet für Unocal, die neuntgrößte US-Öl- und Gasfirma, insgesamt 18,2 Milliarden Dollar (14,9 Milliarden Euro). Das sind rund zwei Milliarden Dollar mehr als der US-Konzern Chevron.

CNOOC ist derzeit auf einer Einkaufstour, um China ausländische Öl- und Gasreserven für die boomende Wirtschaft zu sichern. Die in Kalifornien ansässige Unocal verfügt über zahlreiche Bohrrechte in Asien.

Das chinesische Außenministerium hat bereits gefordert, der US-Kongress solle nicht länger Handelsfragen politisieren und sich nicht in die normalen Geschäftsbeziehungen von Firmen einmischen.

Staatsbetrieb

Es sei außerordentlich naiv zu glauben, es handele sich um eine einfache kommerzielle Angelegenheit, erklärte der frühere CIA-Direktor James Woolsey in der Anhörung. CNOOC gehöre zu 70 Prozent dem chinesischen Staat, und die Top-Manager würden von der Kommunistischen Partei ernannt. (APA/AP)

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