Neubau Linzer Musiktheater: 21 Projekte ausgewählt

20. Juli 2005, 21:32
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Endgültige Entscheidung nach zweiter Wettbewerbsstufe zu Jahresende

Linz - Eine weitere Vorentscheidung am Weg zum Neubau eines Linzer Musiktheaters ist gefallen: Das aus elf Mitgliedern international zusammengesetzte Preisgericht hat aus allen 197 eingereichten Projekten 21 ausgewählt, die in die zweite Wettbewerbsstufe eingeladen werden, gab Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Gutachten als Grundlage

Die Mitglieder des Preisgerichts hätten sich bei ihrer Arbeit auf ein Gutachten gestützt, das zwei extern beauftragte Büros in einer fünfwöchigen Vorprüfung aller eingereichten Projekte erstellt haben. Es sei vor allem um eine erste Bewertung aller Projekte nach städtebaulichen, baukünstlerischen, infrastrukturellen und verkehrstechnischen Kriterien gegangen, so Pühringer. Die mit der Vorprüfung beauftragten Gutachter seien der Jury während der gesamten Zeit als Berater zur Verfügung gestanden.

Das Verfahren, das nach den Regeln der Wettbewerbsordnung für Architekten durchgeführt wird, verläuft offiziell anonym. Alle Einreichungen seien codiert, so dass niemand nachvollziehen konnte, wer welches Projekt eingereicht hat, erklärte der Landeshauptmann (Wer die Architikturszene kennt: Inoffiziell sieht es oft anders aus, Anm.). Die Beratungen des Preisgerichts sind nicht öffentlich. Die gesamte Abwicklung soll weiterhin anonym durchgeführt werden.

Deadline 3. November

Die Versendung der Wettbewerbsunterlagen an die 21 Teilnehmer des Realisierungswettbewerbs erfolgt durch einen Notar. Bis 3. November 2005 müssen die notwendigen Unterlagen eingereicht werden. In der Folge werden alle eingereichten Projekte erneut von externen Gutachern vorgeprüft, bevor das Preisgericht zu Jahresende die endgültige Entscheidung treffen wird. Erst im Anschluss daran ist geplant, alle Wettbewerbsbeiträge und -ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung zu veröffentlichen.

"Wir sind am richtigen Weg", betonte Pühringer. Alle notwendigen Entscheidungen und Verfahren für den Musiktheaterbau am Standort Blumau würden genau im Zeitplan liegen. Er ist überzeugt, dass Linz und Oberösterreich mit diesem Projekt einen "prägenden Akzent für die Zukunft" setzen werden. (APA/red)

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