Deutsche Verbraucherpreise im Juni um 1,8 Prozent gestiegen

31. Juli 2005, 18:13
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Schätzung leicht nach unten korrigiert - Heizöl und Treibstoffe als Preistreiber

Wiesbaden - Die hohen Ölpreise haben den Preisauftrieb in Deutschland im Juni beschleunigt. Die jährliche Teuerungsrate betrug 1,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit.

Die Behörde korrigierte damit eine erste Schätzung leicht nach unten. Auf Basis von sechs Bundesländern hatte das Bundesamt Ende Juni die jährliche Teuerungsrate für Juni mit 1,9 Prozent angegeben. Im Mai hatte die Rate im Jahresvergleich 1,7 Prozent betragen. Von Mai zu Juni stieg der Index um 0,1 Prozent.

Heizöl als Preistreiber

Ohne Heizöl und Treibstoffe hätte die Teuerungsrate nur bei 1,3 Prozent gelegen, betonten die Statistiker. Vor allem leichtes Heizöl verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich um 40,8 Prozent. Eine ähnlich hohe Teuerung für Heizöl wurde zuletzt im Oktober 2004 erreicht.

Treibstoffe kosteten im Juni sieben Prozent mehr als im Juni 2004. Besonders teuer war Diesel: Der Preis stieg um 16 Prozent und erreichte damit ein neues Jahreshoch. Auch die Verbraucherpreise für Strom und Gas lagen deutlich höher als ein Jahr zuvor. Strom verteuerte sich um 4,4 Prozent, Gas um 8,6 Prozent. (APA/dpa)

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