Betrogene Spanier müssen sich wegen Internetbetruges verantworten

21. Juli 2005, 10:22
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Betrügern auf den Leim gegangen

Osteuropäischen Betrügern auf den Leim gegangen

In Spanien müssen sich vier Menschen vor Gericht verantworten, die auf kostspielige Internetbetrügereien hereingefallen sind. Wie die spanische Polizei mitteilte, seien die vier Einwohner der nordspanischen Ortschaft Valladolid eine Art "Bauernopfer" bei einem Finanzbetrug, für den wahrscheinlich osteuropäische Computerfachleute verantwortlich seien.

Provision

Die Geschädigten hätten sich im Internet von anonymen "Arbeitgebern" für eine angebliche "Heimarbeit" anwerben lassen und seien dann als Mittelsmänner für internationale Geldtransfers tätig geworden. Ihnen sei eine von der Höhe der Überweisungen abhängige Provision versprochen worden.

Die Betrüger besorgten sich demnach vertrauliche Kontoinformationen und ähnliche Daten, indem sie unerbetene E-Mails an mögliche Bankkunden verschickten und darin um die Bestätigung von Informationen auf einer gefälschten Internetseite baten. Mit den dadurch gewonnenen Kundendaten hätten die vier Spanier dann Geld an ihre Auftraggeber in Osteuropa überwiesen. Diese säßen vornehmlich in verschiedenen osteuropäischen Staaten, deren Polizei- und Justizapparate nur "auf niedrigem Niveau" international zusammenarbeiteten, wie es in der Polizeimitteilung hieß.(Apa)

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