Voestalpine begibt 200 Millionen Euro schwere Wandelanleihe

25. Juli 2005, 13:09
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Schuldverschreibungen sollen an der Wiener Börse notieren - Angebot richtet sich an internationale Investoren - Bezugsrecht für bestehende Aktionäre ausgeschlossen

Wien - Die voestalpine AG hat am Donnerstag eine bereits angekündigte Wandelanleihe begeben. Der börsenotierte Linzer Stahlkonzern holt sich dabei vom Kapitalmarkt 200 Mio. Euro.

Die Schuldverschreibungen werden am 21. Juli 2010 fällig und sind ab dem 1. Jänner 2009 durch die Emittentin kündbar, teilte das Unternehmen am Donnerstagmorgen ad hoc mit. Die voestalpine will damit ihren finanziellen Spielraum für die weitere Expansion erweitern.

Erweiterungsklausel

Das Angebot umfasst eine Erweiterungsklausel über bis zu 30 Mio. Euro (15 Prozent). Zusätzlich hat voestalpine der Deutschen Bank eine Mehrzuteilungsoption über bis zu 20 Mio. Euro (10 Prozent) eingeräumt, die bis zum 19. Juli ausgeübt werden kann, um eine mögliche höhere Nachfrage zu bedienen.

Das Emissionsvolumen könnte sich somit bis auf 250 Mio. Euro erhöhen. Insgesamt umfasst das Umtauschrecht damit den Erwerb von bis zu 3,96 Millionen Aktien.

Notierung an der Wiener Börse

voestalpine plant die Notierung der Wandelschuldverschreibungen an der Wiener Börse. Die Wandelschuldverschreibungen werden institutionellen Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Kanada, Australien und Japan angeboten.

Das Angebot erfolgt im Rahmen einer Privatplatzierung. Ein öffentliches Angebot in Österreich findet nicht statt. Die Bezugsrechte der voestalpine-Aktionäre sind ausgeschlossen.

Widerstand der Kleinaktionäre

Die Aktionäre der voestalpine hatten der Wandelanleihe bereits Ende Juni bei der Hauptversammlung zugestimmt. Dass das Bezugsrecht der Aktionäre auf Wandelschuldverschreibungen ausgeschlossen wurde, sorgte schon bei der HV bei den Kleinaktionären für Widerstand. Ein "Aufstand" der Kleinaktionäre blieb aber ohne Erfolg.

Die neuen Wandelschuldverschreibungen werden den Investoren mit einem jährlichen Kupon in der Spanne zwischen 1,20 und 1,70 Prozent und einer Wandelprämie in der Spanne von 30,0 bis 35,0 Prozent über dem Referenzpreis der voestalpine-Aktie, der am Tag der Preisfestsetzung festgelegt wird, angeboten.

Die endgültigen Bedingungen werden voraussichtlich am heutigen Tag festgelegt. Die Deutsche Bank AG agiert als Bookrunner des Angebots. (APA)

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