Finanzmarktaufsicht: Kein Insiderdeal bei Telekom

27. Juli 2005, 17:12
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FMA stellt hat Untersuchung im Zusammenhang mit der geplatzten Übernahme durch Swisscom ein

Wien - Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass der Verkauf der Telekom Austria (TA) an die schweizerische Swisscom unter großem Getöse geplatzt ist.

Nun hat auch die Finanzmarktaufsicht (FMA) einen Schlussstrich unter die Causa Telekom - Swisscom gezogen: Wie der STANDARD in Erfahrung bringen konnte, hat die Aufsichtsbehörde ihre im August des Vorjahres eingeleiteten Insideruntersuchungen im Juni eingestellt.

Nach dem Platzen der Verhandlungen war damals der massive Verdacht auf Insiderhandel aufgetaucht: Binnen weniger Augenblicke hatten hunderttausende Aktien den Besitzer gewechselt, der Kurs des TA-Papiers war innerhalb einer einzigen Minute um 20 Prozent abgestürzt und hatte prompt die FMA auf den Plan gerufen.

50.000 Transaktionen kontrolliert

Kontrolliert wurden nach Angaben einer Sprecherin der Finanzmarktaufsicht 50.000 Transaktionen, die Hälfte davon im Ausland und unter Inanspruchnahme von Amtshilfe - herausgekommen ist nichts. "Der Verdacht des Missbrauchs von Insiderinformationen konnte aber nicht bestätigt werden", sagte die Sprecherin.

Man habe alle Transaktionen untersucht, die im Zeitraum Mai 2004 bis August 2004 getätigt wurden, "von der ersten Information an bis zur Bekanntgabe des Scheiterns der Verhandlungen".

Das Resultat: "Es waren weder potenzielle Entscheidungsträger in den relevanten Wertpapierhandel verwickelt noch in deren Nahbereich stehende Personen." Kurzum: "Es gab keine Ausnutzung einer Insiderinformation." (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.07.2005)

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