Annan sieht "Demokratie-Defizit" im jetzigen UN-Sicherheitsrat

25. Juli 2005, 22:31
posten

Korrektur verlangt, damit das Gremium die politische Realität des 21. Jahrhunderts reflektiere

New York - Der UN-Sicherheitsrat leidet nach Worten von UN- Generalsekretär Kofi Annan in seiner jetzigen Form unter einem "Demoratie-Defizit". Dieses müsse jetzt korrigiert werden, damit das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen die politische Realität des 21. Jahrhunderts reflektieren könne. Bezogen auf die kontroverse UN- Debatte über die Erweiterung des Sicherheitsrates gab sich Annan optimistisch.

Er habe keine Zweifel, dass die Aufgabe zu lösen sei, erklärte der UN-Chef am Mittwochabend (Ortszeit) nach einem Arbeitsessen mit den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates. Aus seiner Sicht habe jedes Land - und damit auch die USA - das Recht, sich gegen die Ratserweiterung und die Vergabe ständiger Sitze an Deutschland und andere Länder zu stellen. Deshalb sei die geplante Sicherheitsratsreform aber noch nicht gestorben, beschwichtigte Annan. "Wir sollten uns Zeit lassen und nicht voreilig Schlüsse ziehen", sagte er und mahnte zur Besonnenheit. (APA/dpa)

Share if you care.