Kongo: Weltkulturerbe durch Nashorn-Wilderei bedroht

15. Juli 2005, 17:13
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Ein Jahr Schonfrist für Garamba-Nationalpark Wilderei in den Griff zu bekommen

Johannesburg - Der Kölner Dom befindet sich auf der Roten Liste der gefährdeten Welterbe-Stätten in der Gesellschaft des Garamba-Nationalparks im Kongo. Das Expertengremium der UNO-Kulturorganisation (Unesco) gab dem Park ein weiteres Jahr Zeit, sein Problem mit der Nashorn-Wilderei in den Griff zu bekommen.

Sollten die noch verbliebenen fünf bis zehn seltenen Dickhäuter des Parks im kommenden Jahr tot sein, werde der Park von der Liste des Welterbes gestrichen. Das in Durban tagende Welterbe-Komitee betonte am Mittwoch nach einer hitzigen Debatte in Durban (Südafrika) kurz und bündig: "Kein Nashorn, keine Welterbestätte!"

Neben dem Garamba-Nationalpark sowie dem Kölner Dom standen auch 14 weitere gefährdete Welterbestätten in mehreren afrikanischen Staaten, in Indien, Honduras und den USA zur Debatte an. Der Sangay Nationalpark in Ecuador wurde wieder von der Roten Liste genommen. (APA)

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