9/11: Erfolg nach 24 Stunden

14. Juli 2005, 18:38
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US-Bundespolizei FBI identifizierte Attentäter am 12. September

Die rasche Identifizierung der Attentäter von London - die Behörden benötigten für diesen ersten Ermittlungserfolg fünf Tage - hat die britische Öffentlichkeit überrascht.

Dabei waren die Ermittler der US-Bundespolizei FBI bei der Aufklärung der Terrorangriffe vom 11. September 2001 noch schneller. Bereits einen Tag nach den Anschlägen vermeldete FBI-Chef Robert Mueller die Identifizierung der Flugzeugentführer. Der Name Mohammad Atta ging zum erstmals durch die Medien. Zuvor waren in Florida und Boston mehre Wohnungen und auch die Räumlichkeiten einer Flugschule in Florida, wo Atta Flugstunden nahm, durchsucht worden. Ende September veröffentlichte das FBI dann die vollständige Liste mit allen 19 Flugzeugentführern.

In Spanien, wo die Regierung nach den Anschlägen auf vier Madrider Pendlerzüge am 11. März 2004 zunächst von einem Anschlag der Eta ausging, benötigten die Behörden zur Identifizierung der Täter ebenfalls wie in Großbritannien rund fünf Tage. Erstmals berichtete die Tageszeitung El País von der Identifizierung der sieben Männer am 16. März. Ein Handy, das an einem Sprengsatz gekoppelt war, der nicht explodiert war, führte dann zum endgültigen Erfolg.

Rund dreieinhalb Wochen nach den Anschlägen mit rund 190 Toten stürmte die Polizei das Versteck der Attentäter in der Madrider Vorstadt Leganes. Die sieben Männer sprengten sich während des Einsatzes selbst in die Luft. Auch ein Polizist starb bei der Aktion. Im vergangenen Mai 2005 begann in Madrid der bisher größte Al-Kaida-Prozess in Europa. Den 24 Angeklagten werden Verbindungen zu den Madrider Anschlägen und 9/11 vorgeworfen. (DER STANDARD, Printausgabe, 14.07.2005)

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