Mobilfunk und Gesundheit - Debatte um "Salzburger Studie"

21. Juli 2005, 10:13
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Wissenschaftlicher Beirat Funk warnt vor Verunsicherung der Bevölkerung - Landes-Umweltmediziner weist Vorwürfe zurück

Der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF) kritisiert eine Medienaussendung der Salzburger Landeskorrespondenz: Diese hat kürzlich eine Studie präsentiert, die besagen soll, dass die Immissionen von Mobilfunksendemasten negative Auswirkungen auf Menschen habe, konkret Änderungen im EEG und Unbehagen verursachen würden. Über Aufbau und Hintergrund dieser Studie gebe es aber zu wenig Informationen, auch sei es nicht möglich einen Einblick in die Ergebnisse zu bekommen, was die seriöse Bewertung nicht möglich mache, so der WBF am Mittwoch in einer Aussendung. Gerd Oberfeld, Umweltmediziner vom Referat "Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin" der Salzburger Landesregierung, wies die Vorwürfe auf Anfrage der APA zurück.

"Es geht nicht um die Verängstigung der Bevölkerung"

Oberfeld: "Es geht nicht um die Verängstigung der Bevölkerung, sondern um raschere Informationen, damit die Ergebnisse auch von anderen Untersuchenden genützt werden können." Außerdem sei schon bei der Aussendung am 27. April darauf hingewiesen worden, dass die Studie noch publiziert und auch zur Diskussion gestellt werde.

Mangel

Der WBF bemängelte, das veröffentlichten Studienergebnissen zum Thema "Mobilfunk und Gesundheit" häufig der wissenschaftliche Hintergrund fehle. Solche Arbeiten würden die Bevölkerung mit falschen Informationen verunsichern, bemängelte der WBF. Studien müssen laut EU-Experten wissenschaftliche Kriterien bezüglich Aufbau, Auswertung, Bewertung und Interpretation erfüllen und in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlich werden. Außerdem müssen diese von Experten begutachtet werden können. Die Bevölkerung würde mit Studienergebnissen, denen der wissenschaftliche Hintergrund fehlt, Weise verunsichert werden. Laut dem "European Fast Response Team" (EFR-Team) der EU seien solche Veröffentlichungen nur als "Gerücht" anzusehen, so der WBF. (APA)

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