Günstigere Handys durch neuen Chip

21. Juli 2005, 10:13
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Produktionspreise sollen auf 20 Dollar sinken

Infineon hat eine neue Chip-Plattform entwickelt, mit der Handys in Zukunft preiswerter hergestellt werden können. Die Produktionskosten von Mobiltelefonen könnten von derzeit 35 Dollar auf 20 Dollar gesenkt werden, teilte der Münchner Halbleiterhersteller in einen Aussendung mit. In diesen Kosten sind die komplette Hard- und Software für die Grundfunktionen (Telefonie und SMS) sowie Batterien, Ladegerät und Verpackung enthalten. Die Serienreife sei erreicht, ab Q1 2006 kann mit der Produktion begonnen werden, gab Infineon bekannt.

Technisches Konzept

Die Entwicklung fußt auf einem technischen Konzept, das die Sende- und Empfangselektronik sowie den Prozessor in sich vereint. Somit sind für ein Handy nur mehr 100 - statt derzeit bis zu 200 - elektronische Komponenten notwendig. Dadurch reduziert sich auch der Platzbedarf im Gerät, was zusätzlich Raum für Akkus schafft.

Das ultrapreiswerte Segment

Infineon setzt hierbei auf das ultrapreiswerte Segment. Das Unternehmen will damit Kunden ansprechen, die auf technische Spielereien wie Kamerafunktion, Abspielen von Videosequenzen oder Internet Browser verzichten. Laut dem US-Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics könnten 2010 weltweit mehr als 150 Millionen dieser Handys abgesetzt werden. Der Preis solle im Großhandel bei weniger als 50 Dollar liegen.(pte)

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