Prozess: Kind starb bei Geburt im LKH Villach

13. Juli 2005, 20:15
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Medizinisches Gutachten soll Verantwortung klären

Klagenfurt - Der Prozess gegen eine Kärntner Hebamme und einen Assistenzarzt aus dem LKH Villach wegen fahrlässiger Tötung eines Neugeborenen wurde am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt vertagt. Ende August soll ein medizinisches Gutachten darüber entscheiden, wer für den Tod des Kindes die Verantwortung trägt. Das Kind nach der Entbindung an den Folgen akuten Sauerstoffmangels.

Eine falsch dosierte Infusion soll die Kette vieler unglücklicher Umstände ausgelöst haben. Die Beschuldigte, die laut eigener Aussage schon bei weit mehr als 1.000 Entbindungen geholfen hat, gab zu, die Menge des Medikaments vor dem Verabreichen nicht überprüft zu haben.

Als der Überwachungsmonitor auf Grund der kritischen Herzfrequenz des Babys Alarm schlug, habe sie sich auf den Arzt verlassen, erklärte die Hebamme. Dieser kam allerdings erst nach einiger Zeit, weil er für mehrere Stationen zuständig war (APA)

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