Siemens: Arbeitsplatzgarantie für Weiz aufrecht

31. Juli 2005, 18:37
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Verkauf der Wasserkraft möglicherweise noch heuer - Hochleitner "sehr zufrieden" - Elin und VAI bleiben als Marken erhalten

Wien - Trotz der Auflage der EU-Kommission für Siemens, im Zuge der Übernahme der oberösterreichischen VA Tech deren Wasserkraft-Sparte zu verkaufen, bleibe die Arbeitsplatzgarantie für das steirische Werk in Weiz aufrecht, sagte Siemens Österreich-Chef Albert Hochleitner am Mittwoch im ORF-Mittagsjournal.

Die gegebene Arbeitsplatzgarantie werde auf den Käufer übertragen. Dass das gelingt, ist sich Hochleitner sicher.

Verkauf noch heuer möglich

Der Verkauf der Wasserkraftsparte könnte noch heuer über die Bühne gehen, eher werde man aber mit dem Verkauf in das Jahr 2006 "hinüberkommen", bekräftigte Hochleitner.

Vom Verkauf der Wasserkraft sind in Österreich rund 1.300 Mitarbeiter in Wien und im steirischen Weiz betroffen. Bei den Übernahmeverhandlungen hatte Siemens zumindest für den Standort in Weiz eine eineinhalbährige Jobgarantie eingeräumt.

"Sehr zufrieden"

Hochleitner zeigte sich insgesamt "sehr zufrieden" mit der Genehmigung des Deals durch die EU-Kommission. Allerdings bedaure man, dass man in der Wasserkraft Auflagen bekommen habe. Mit dieser Auflage musste Siemens seit einiger Zeit rechnen, allerdings habe man stets die Hoffnung gehegt, dass man "mit allen vier Säulen der VA Tech durchkommen" werde.

Offenbar sei es nicht gelungen, die EU-Kommission davon zu überzeugen, dass die Wasserkraft ein Weltgeschäft und daher nicht nur aus der europäischen Perspektive zu sehen sei.

Siemens bedaure den Verlust der Wasserkraft, freue sich aber andererseits, dass die anderen drei Säulen der VA Tech ohne Auflagen bei Siemens gelandet seien. Nun beginne die Arbeit der Integration und des Closing, ab Donnerstag werde man die beiden Unternehmen gemeinsam führen, sagte Hochleitner.

Marken bleiben erhalten

"Sowohl die Elin EBG (Infrastruktur) als auch die VAI (Industrieanlagenbau) bleiben als Marken erhalten", so der Siemens Österreich-Chef in einem vorab veröffentlichten Interview mit "News".

"Gerade bei der Elin EBG haben wir einen wichtigen Entschluss gefasst: Wir werden die Elin EBG nicht in Siemens, sondern die betroffenen Siemens-Bereiche bei Elin EBG eingliedern." (APA)

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