Totschnig denkt auch über Ausstieg nach

13. Juli 2005, 17:22
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Tiroler denkt mangels Topform über Alternativen nach: "Nur weiterfahren, wenn Chance auf Etappensieg da"

Courchevel - Georg Totschnig hat einige der schönsten Stunden seiner Karriere erlebt bei der Tour de France, etwa auf der Fahrt zum dritten Etappenrang in den Pyrenäen 2004. Umso mehr schmerzt es den Zillertaler, dass er bei seiner siebenten Teilnahme nicht mit den Besten mitzuhalten vermag. Er hoffte nach der Dienstag-Etappe nach Courchevel weiterhin auf eine Steigerung, dachte aber auch über Alternativen nach.

"Es hat nur dann einen Sinn weiterzufahren, wenn ich eine Chance sehe, eine Etappe zu gewinnen", sagte der Gerolsteiner-Profi, der die Kapitänsrolle bei der Tour an seinen US-Kollegen Levi Leipheimer abtreten musste. Wenn die Topform zurückkäme, würde er am Samstag oder Sonntag in den Pyrenäen etwas probieren. "Aber die Etappen, die mir liegen, werden von den stärksten Leuten bestimmt. Da gibt es keine Überraschungssieger, da muss man hundertprozentig in Form sein."

Realist Totschnig, der die Reaktionen seines Körpers genau kennt, zweifelt freilich selbst an der Möglichkeit, in einigen Tagen wieder in stärkster Verfassung zu sein. "Wenn es nicht reicht, dann muss ich genau überlegen, ob ich nicht andere Ziele ins Auge fasse", erklärte der Vorjahrs-Siebente. Vorausgesetzt, die Teamleitung benötigt seine Dienste nicht zur Unterstützung Leipheimers.

Totschnig sieht kein Problem darin, für den Kollegen im wörtlichen Sinn den "Wasserträger" zu spielen oder ihn nach einem Defekt wieder heranzuführen. "Aber nur um Paris zu erreichen, fahre ich nicht weiter. Da war ich schon zu oft dabei." Ein neues Ziel des Kletter-Spezialisten könnte die Deutschland-Tour Mitte August sein. Ihre Königsetappe endet im Ötztal oberhalb von Sölden. (APA)

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    Totschnig plagt sich mit der Form.

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