Wellness als Ware für Wohlhabende

13. Juli 2005, 13:39
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Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung: Warnung vor "inhumanen Entwicklungen"

Wellness werde inhuman, wenn es sie ausschließlich als Ware für Wohlhabende gibt. Der Weg zu ganzheitlicher Gesundheit und zum Glücklichsein müsse deshalb als kostenloses Lebensprinzip allen Menschen erschlossen werden, forderte die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak bei der Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs am Dienstag, 12. Juli, im Vorarlberger Bildungshaus St. Arbogast. Polak warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft in KosumentInnen, die sich um teures Geld Gesundheit kaufen können, und in KrankenkassenpatientInnen, die mit Mindestgesundheitspaketen auskommen müssen, weil die Kassen leer werden.

Sensibilisierung für Schattenseiten der Moderne

Wellness sollte sich nach Ansicht der Theologin nicht darauf konzentrieren, das persönliche totale Glück zu suchen. Vielmehr gelte es, Wege zu finden, die einen ausbalancierten Umgang mit der Brüchigkeit, Unvollkommenheit und Endlichkeit des Lebens ermöglichen. Leid, Krankheit und Tod sollten dabei nicht Bedeutung und Sinn verlieren. Wellness sollte die Menschen sensibel machen für die Schattenseiten der Moderne und sie stärken, ein krankmachendes Leben nicht nur zu bestehen, sondern auch zu verändern. Dabei müsse auch Sorge für die Wellness der Anderen getragen werden.

Glaube -Wellness für die Seele?

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs stellt sich im kommenden Arbeitsjahr die Frage "Glaube - Wellness für die Seele?". Als Auftakt für dieses Schwerpunktthema findet noch bis 15. Juli die diesjährige Sommerstudientagung statt.

Die Vorsitzende der kfbö, Margit Hauft, betonte, dass der Glaube die Menschen nicht nur auf ein "Leben nach dem Tod" vorbereiten bzw. vertrösten dürfe, sondern vielmehr zu einem erfüllten "Leben vor dem Tod" hinführen müsse. Wie Glauben und Wellness zusammenhängen und auch von einander abgegrenzt werden müssen, dem soll bei der Sommerstudientagung nachgegangen werden. (red)

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    Wellness sollte sich nach Ansicht der Theologin Polak nicht darauf konzentrieren, das persönliche totale Glück zu suchen.
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