"Haben den Bullen hinausgetragen"

13. Juli 2005, 17:09
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GAK-Torschütze Bazina: "Werden um den Titel mitreden" - Salzburg-Coach Kurt Jara bleibt trotz 1:3-Auftakt­niederlage gelassen

Graz - Die T-Mobile-Bundesligasaison ist (vor den Mittwoch-Abendpartien) gerade einmal ein Spiel alt. Aber ein mit Spannung erwartetes, das der sehr stark spielende GAK am Dienstagabend im Schwarzengger-Stadion mit 3:1 (1:1) gegen das neu formierte Ensemble von Red Bull Salzburg gewonnen hat. Bei den Mozartstädtern - in die Start-Elf hatte Trainer Kurt Jara neun neue Spieler aufgeboten - war die noch fehlende Abstimmung augenscheinlich.

GAK mit guter Moral anch Wien

"Wir haben jetzt drei Punkte, und gegen die Austria haben wir auswärts immer gut gespielt. Wir fahren mit gutem Gefühl und guter Moral nach Wien", blickt GAK-Trainer Walter Schachner, dessen Elf im Vergleich zur abgelaufenen Saison großteils gleich geblieben ist, schon der zweiten Runde entgegen. Salzburg-Coach Kurt Jara blieb nach dem Dämpfer und verpatztem Einstand wie gewohnt gelassen: "Die Meisterschaft besteht nicht nur aus einem Spiel, wir haben 36 Runden."

Während der GAK als Kollektiv auftrat und perfekt abgestimmt war - Gernot Sick ("Die ganze Mannschaft, das ganze System funktioniert") gefiel anstelle von Mario Tokic in der Viererabwehr - müssen sich die Roten Bullen erst zusammenfinden. Zudem fehlt auch noch die Leitkuh im Mittelfeld. "Wir haben sehr gut trainiert. Ich habe Salzburg im letzten Testmatch gesehen und mir was einfallen lassen. Es ist zu 80 Prozent aufgegangen", war Schachner zufrieden.

Bazina euphorisch

Der zweifache Torschütze Mario Bazina (38. und 95. Minute) war nach dem für ihn und die Mannschaft erfreulichen Auftakt euphorisch. "Das war eine tolle Partie, das gibt Selbstvertrauen. Das hat uns gezeigt, dass wir es mit jedem Gegner aufnehmen können und um den Meistertitel mitreden werden. Und die Meisterschaft mit Toren zu beginnen, ist natürlich immer schön", sagte der 29-jährige Kroate.

"Am Vormittag hat mir jemand gesagt, beim Stierkampf werden die Bullen nach zwanzig Minuten hinausgetragen. Wir haben heute 93 oder 94 Minuten dazu gebraucht", beurteilte Schachner den Kampf in der Arena. "Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie heute gekämpft hat. Gratulation." Er habe nicht vorgehabt, drei Mal auszutauschen. Zur Auswechslung von Kapitän Anton Ehmann war er gezwungen worden, der 32-jährige Verteidiger hatte nach einem Zusammenstoß mit Vratislav Lokvenc eine leichte Gehirnerschütterung erlitten.

Schopp will nicht unzufrieden sein

Beim Elfmeterpfiff für Salzburg kurz vor Schluss habe er "schon mit einem 2:2 abgeschlossen" gehabt. "Aber der Schiedsrichter wird die Regeln schon kennen", so Schachner in Richtung Fritz Stuchlik, der den von Schopp verwandelten Strafstoß wiederholen ließ.

"Die UEFA hat für heuer als einen Schwerpunkt die Strafstoßausführung festgelegt", erklärte der Referee, der Spieler beider Teams im Strafraum sah. Heimkehrer und Ex-Sturm-Spieler Schopp mit dem das Publikum auch wegen eines Fouls an Amerhauser (dafür gab es die Gelbe Karte) an diesem Abend hart ins Gericht ging, scheiterte im zweiten Versuch. Auch der neue Salzburg-Kapitän musste später die Überlegenheit des Meisters von 2004 und Vizemeisters 2005 anerkennen: "GAK war im Kollektiv überlegen. Bei uns dauert es noch, aber wir dürfen nicht unzufrieden sein."

Die Salzburger wirkten in den zweiten 45 Minuten entschlossener, haben aber noch harte Arbeit vor sich. Jara: "Was ich in der zweiten Hälfte gesehen habe, hat mir schon mehr gefallen. Wir müssen uns nun konzentriert auf die nächste Partie vorbereiten." Am Freitag wird Red Bull Salzburg erstmals auf dem neuen Kunstrasen im EM-Stadion trainieren, am Mittwoch ist im ersten Saison-Heimspiel Mattersburg zu Gast.(APA)

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    Schachner: "Es ist zu 80 Prozent aufgegangen"

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