SPÖ wirft Gehrer Wortbruch vor

26. Juli 2005, 15:35
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Bildungssprecher Broukal: "Sagt heute das Eine und beschließt morgen etwas völlig Anderes"

Wien - "Wortbruch" wirft SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) im Zusammenhang mit der Situation an den Universitäten vor. So habe die Ministerin im Vorfeld des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) den möglichen Zustrom deutscher Numerus-Clausus-Flüchtlinge stets als gering eingeschätzt, während sie sich nun "nicht überrascht vom Andrang" zeige. Nichts übrig geblieben sei auch von der Position Gehrers, dass Maturanoten nicht als Kriterium für die Aufnahme an Unis herangezogen werden, so Broukal in einer Aussendung am Mittwoch.

"Ministerin Gehrer sagt heute das Eine und beschließt morgen etwas völlig Anderes. Die Studierenden wissen nicht, woran sie sind. Sie können sich auf nichts und niemanden verlassen, da diese Regierung keine Handschlagqualität hat", meinte Broukal. Ebenfalls wortbrüchig sei Gehrer bei der Anzahl der Fächer geworden, für die es nun Beschränkungen geben kann. Statt solche nur in jenen sechs Fächern zu ermöglichen, wo es in Deutschland einen Numerus Clausus gibt, seien es nun acht Studienrichtungen geworden, "zwei davon aus reiner Willkür". Schließlich würden nun nicht nur Studienanfänger von möglichen Zugangsbeschränkungen betroffen sein, sondern alle Studenten dieser acht Fächer, etwa wenn sie vom Bakkalaureat- auf ein Magisterstudium umsteigen. (APA)

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