"Kulturhauptstadt" Linz: Schweizer Favorit für Intendanz

15. Juli 2005, 10:43
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Laut Medien laufen noch "diffizile Verhandlungen" mit Martin Heller

Linz - Der Schweizer Kunsthistoriker Martin Heller gilt als Spitzenkandidat für die künstlerische Intendanz der "Europäischen Kulturhauptstadt" Linz im Jahr 2009, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN). Die Präsentation der endgültigen Intendanz soll erst in ein paar Tagen stattfinden.

Es seien noch diffizile Vertragsverhandlungen zu führen, so der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (S) in den OÖN: "Das betrifft das Finanzielle ebenso wie die genaue Abwicklung. Da gehören jetzt noch einige Punkte besprochen." Die Installierung einer kaufmännischen Intendanz sei leichter zu bewerkstelligen, da dies laut Dobusch "eher eine solide und formal wichtige Funktion" sei.

Der Linzer Kulturreferent Vizebürgermeister Erich Watzl (V) wollte keinen Namen nennen: "Ich beteilige mich nicht an Spekulationen." Man sei in der Phase, in der konkrete Gespräche geführt werden, so Watzl.

Involviert in "Doppelpass"

Der 1952 geborene Heller war Direktor des Museums für Gestaltung in Zürich und Leiter der Schweizer Landesausstellung "Expo 02". Er ist in das länderübergreifende Projekt "Doppelpass" involviert, das die Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz zum kulturellen Großereignis machen soll.

Ende Mai hatte eine Jury aus jeweils zwei Vertretern des EU- Ministerrats, des Europaparlaments und der EU-Kommission sowie aus einem Mitglied des Ausschuss der Regionen (AdR) die Ernennung von Linz zur "Kulturhauptstadt" empfohlen. Mit der Ernennung, die auf Empfehlung der Jury durch den EU-Rat erfolgt, sei bis spätestens Herbst 2005 zu rechnen, teilte das Kunststaatssekretariat mit.

Das Linzer Programm im Jahr 2009 wird mit je 20 Mio. Euro von Land, Bund und Stadt finanziert. Fünf Mio. Euro sollen durch Sponsoren aus der Wirtschaft aufgestellt werden, rund eine halbe Mio. Euro aus Mitteln der EU. (APA)

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