Bergrettung: Erstmals einheitliche bundesweite Ausbildung

14. Juli 2005, 14:18
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11.000 ehrenamtliche Helfer haben künftig verpflichtende Ausbildungsfächer

Salzburg - Erstmals in der fast 60-jährigen Geschichte der Zweiten Republik Österreich gibt es bei der Bergrettung nun eine bundesweit einheitliche Ausbildung für Rettungs- und Sicherungstechnik, Erste Hilfe und Alpinmedizin.

Bisher war vieles in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Da die mehr als 11.000 ehrenamtlichen Bergretter Österreichs in föderalistisch organisierten Landesverbänden tätig sind, seien diese bundesweiten Richtlinien längst überfällig, sagen Experten.

Die Bergrettung hat sich über ihren Bundesverband dazu entschlossen, das föderalistische Prinzip zumindest bei grundlegenden Standards zu verlassen und eine bundesweite Lösung zu verwirklichen. Diese liegt nun für alle Bereiche des Grundkurs- und Fortbildungswesens vor.

Die neue Ausbildung in Erster Hilfe umfasst für Bergrettungsleute künftig verpflichtend 16 Stunden Allgemeine Erste Hilfe, 16 spezielle Alpinmedizin und acht Stunden mit praktischen Übungen. Es muss eine Abschlussprüfung abgelegt werden. Die "Allgemeine Erste Hilfe" entspricht exakt dem 16-Stunden-Grundkurs des Roten Kreuzes. Die spezielle Alpinmedizin orientiert sich an den Anforderungen, die Bergretter bei Unfällen und Erkrankungen im Gebirge erwarten.(APA)

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