Speicherchips werden teuer

20. Juli 2005, 10:25
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Lieferengpässe treiben DRAM-Preise - DDR2-Chips gewinnen Marktanteile

Lieferengpässe sorgen derzeit weltweit für einen Aufschwung bei den Speicherchippreisen. Nach Meinung von Experten soll der Auftrieb noch über das laufende Quartal hinaus anhalten, berichtet die Taipei Times. So sollen etwa die so genannten Spotpreise für die weit verbreiteten 256Megabit-DDR-DRAMs bis September die Marke von drei Dollar pro Stück durchbrechen, sagte Rebecca Tang, Managerin beim taiwanesischen Hersteller ProMOS . Die steigenden Preise auf dem freien Markt könnten die Unternehmen darüber hinaus ermutigen, in den kommenden Wochen auch die Vertragspreise anzuheben, so Tang.

Chips

Die aktuellen Engpässe bei den DDR1-Chips sind auf den schwachen DRAM-Markt zu Jahresbeginn zurückzuführen. Viele Hersteller verlegten sich aufgrund sinkender Preise auf die Herstellung von Flash-Speicherchips. Laut Brian Shieh, President von Powerchip Semiconductor, wird der DRAM-Markt in der zweiten Jahreshälfte weiter anziehen. Die Branche rechnet damit, dass die Nachfrage das Angebot um zehn bis 15 Prozent übersteigt. Die Hersteller wollen den aktuellen Nachfrageboom nutzen, um weiter an der Preisschraube zu drehen. Powerchip etwa rechnet nach Angaben von Shieh mit einer Steigerung der Vertragspreise um fünf bis sechs Prozent.

Absatzzahlen

Die steigende Nachfrage lässt sich auch an den weltweiten Absatzzahlen der Branche ablesen. Allein im Juni legte der Absatz von 256Megabit-Bausteinen um vier Prozent auf 554 Millionen zu, berichtet DigiTimes unter Berufung auf DRAMeXchange . Dabei sank der Anteil der DDR-Chips leicht auf rund 60 Prozent. Der DDR2-Bereich hat nach den aktuellen Zahlen einen Marktanteil von 30 Prozent. Laut DRAMeXchange sollen die DDR2-Chips aber zunehmend Marktanteile gewinnen. Zum Jahresende sollen sie bereits 45 Prozent vom DRAM-Markt ausmachen. (pte)

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    bild: pte
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