Aufregung über Meeresbrücke

22. Juli 2005, 15:52
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Zagreb will Landverbindung zu Süddalmatien schaffen - Bosnien fürchtet Behinderung zu internationalen Gewässern

Zagreb/Wien - In Bosnien-Herzegowina herrscht Aufregung über eine Meeresbrücke, mit der die kroatische Regierung eine Landverbindung zwischen Süddalmatien und dem Rest des Landes schaffen will.

Ein 21 Kilometer langer bosnischer Küstenabschnitt trennt die Region um Dubrovnik vom restlichen Kroatien ab. Eine 2,3 Kilometer lange Brücke soll die Abschnitte verbinden.

Vertreter des bosnischen Verkehrsministeriums haben laut Zeitung "Delo" schon mit einem Veto gegen den Bau gedroht, da die Brücke den einzigen Zugang des Landes zu internationalen Gewässern behindern würde.

Der kroatische Verkehrsminister Bozidar Kalmeta will die Brücke ausschließlich in kroatischen Territorialgewässern bauen. Der Bogen der Brücke soll 35 Meter hoch sein, was selbst Kriegsschiffen eine ungehinderte Durchfahrt ermöglichen sollte. Die Brücke soll ab September gebaut und im Jahr 2008 fertig gestellt werden. Die Kosten werden offiziell mit 40 Millionen Euro angegeben, Experten rechnen mit fast zehn Mal so hohen Ausgaben.

Kroatische Kritiker bezweifeln die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Projekts. Schließlich soll die geplante Autobahn zwischen Split und Dubrovnik über bosnisches Territorium geführt werden. (APA)

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    Kroatische Kritiker bezweifeln die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit einer Brücke nach Dubrovnik

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