Billigdienst pusht Handyverkäufe in China

20. Juli 2005, 10:20
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2005 gehen 89 Millionen Handys über chinesische Ladentische

Vor allem der PHS-basierte Billigdienst Xiaolingtong wird die Verkaufszahlen auf dem chinesischen Handymarkt in den kommenden Monaten kräftig anheizen. Im laufenden Jahr sollen in China nach den Berechnungen der taiwanesischen Marktforscher vom Industrial Economics and Knowledge Center (IEK) insgesamt 89 Mio. Mobilfunkgeräte über die Ladentische gehen. Das bedeutet ein Plus von 14,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet das asiatische Online-Portal DigiTimes.

Mobilfunkboom

Der Mobilfunkboom auf dem aufstrebenden Markt wird dabei vor allem von den überdurchschnittlichen Wachstumsraten bei den PHS (Personal Handyphone System)-Handys getrieben. Sie sollen mit einem Plus von 40,6 Prozent auf 45 Mio. Geräte am Jahresende bereits mehr als die Hälfte des chinesischen Handymarktes ausmachen. Auch die Zahl der Xiaolingtong-User soll im laufenden Jahr erheblich ansteigen und zwar um 43 Prozent auf 95 Millionen. Insgesamt rechnen die Marktforscher zum Jahresende 2005 mit 395 Mio. chinesischen Mobilfunkkunden.

Dual-Mode-Dienste

Einen weiteren Wachstumsschub sollen so genannte Dual-Mode-Dienste auslösen, die das Telefonieren sowohl via PHS- als auch über herkömmliche Mobilfunkdienste wie TD-SCDMA oder GSM ermöglichen. Eine entsprechende Erlaubnis der chinesischen Regierung für den Service wird noch für diesen Monat erwartet. PHS wurde ursprünglich als billigere Alternative zu den herkömmlichen Mobilfunkstandards entwickelt, konnte sich aber aufgrund schwindender Handypreise außerhalb Asiens nicht durchsetzen.

Boomjahr

Rund um den Globus rechnen Marktforscher wie Gartner nach dem Boomjahr 2004 mit einer Abkühlung auf dem Handymarkt. Nach Berechnungen von Gartner wird der internationale Handymarkt im laufenden Jahr um nur noch acht Prozent wachsen. Demnach sollen rund 730 Mio. Handys abgesetzt werden. Während sich der Wettbewerb in den Entwicklungsmärkten vor allem bei den Billighandys abspielt, sind die Märkte der westlichen Industrienationen nahezu gesättigt. (pte)

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