Spitzenbeamter Gorbachs wechselt überraschend zur ÖBB

28. Juli 2005, 16:56
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Sektionschef Schiefer wird Gesamtkoordinator für künftigen Zentral­bahnhof - Er gilt als einer der mächtigsten Männer des Ressorts

Wien - Arnold Schiefer (38), Leiter der Sektion II "Infrastruktur und Verkehr" des Verkehrsministeriums wechselt per 1. September 2005 zu den ÖBB, teilte das Unternehmen Mittwochfrüh mit. Der hochrangige Beamte, der als einer der mächtigsten Männer des Gorbach-Ministeriums gilt, soll als Gesamtkoordinator und Gesamtprojektleiter für die Errichtung des künftigen Wiener Zentralbahnhofs zuständig werden.

Mit dem Engagement Schieders sei es den ÖBB "gelungen, einen hervorragenden und rundum anerkannten Experten auf dem Gebiet der Infrastruktur dafür zu gewinnen," freut sich Martin Huber, Vorstandssprecher der ÖBB-Holding. Für die Herstellung der mehrgleisigen Schienenverbindung zwischen Süd- und Ostbahn inklusive des neuen Bahnhofsgebäudes, das im Bereich Südtiroler-Platz angesiedelt sein wird, sind gegenwärtig 420 Mio. Euro. veranschlagt. Mit den ersten bauvorbereitenden Maßnahmen wollen die ÖBB 2007 beginnen, die Fertigstellung soll spätestens 2011 erfolgen.

Der neue Koordinator Schiefer war ab dem Jahr 2000 Kabinettsmitglied im Infrastrukturministerium, 2002 übernahm er die Leitung der Gruppe Straße im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Seit Juni 2004 ist Schiefer Sektionsleiter "Infrastruktur und Verkehr" und eng mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur in Österreich - insbesondere bei der Gestaltung des ÖBB-Rahmenplans, der die Finanzierung des Infrastrukturausbaus regelt - verbunden.

Schiefer, der als den Freiheitlichen bzw. dem BZÖ nahestehend gilt, stammt aus Gmunden (OÖ) und studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und an der Leopold Franzens Universität Innsbruck. (APA)

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