Toni Polster vs. Frank Stronach

19. Juli 2005, 23:08
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Ex-General-Manager fordert von der Austria zumindest 250.000 Euro

Wien< -="" das="" kapitel="" toni="" polster="" ist="" für="" die="" austria="" und="" also="" für="" mäzen="" frank="" stronach="" wie="" erwartet="" noch="" nicht="" beendet.="" gestern="" ereilte="" die="" wiener="" auch="" offiziell="" die="" kunde="" von="" einer="" klage="" ihres="" ehemaligen="" general="" managers,="" der="" ende="" mai="" nach="" nur="" rund="" fünf="" monaten="" amtszeit="" gefeuert="" worden="" war.="" "sie="" richtet="" sich="" gegen="" den="" verein",="" sagte="" rechtsanwalt="" ernst="" ploil,="" der="" polster="" in="" dieser="" causa="">

Es geht um einen Streitwert von 250.000 Euro. Was herauskommt, wird der Prozess ergeben. Ploil wies die kolportierte Summe von zwei Millionen Euro als "völlig falsch" zurück. Er rechnet mit einem Betrag von bis zu einer Million. "Mein Mandant fordert die Zahlung des Entgelts bis 31. August 2005 und stellt fest, dass es keine Gründe für seine Entlassung gegeben hat. Daher ist der Vertrag zu erfüllen."

Polsters Vertrag wäre noch bis 31. Dezember 2007 gelaufen. Laut Ploil war ein monatliches Brutto-Fixum von 14.000 Euro plus eine Beteiligung aus den von Polster für den Verein geschlossenen Sponsorverträgen vereinbart. "Polster hat den Vertrag auf Punkt und Beistrich erfüllt. Stronach hat sich aber mit ihm nicht vertragen, hat etwas anderes von ihm erwartet."

Die Behauptung, die Trennung wäre "aus wichtigen Gründen" erfolgt, ist aus der Sicht des Anwalts nur vorgeschützt. "Wichtige Gründe sind im Angestelltengesetz dann gegeben, wenn man silberne Löffel stiehlt", so der 58-jährige Ploil, der in die Erklärung der Entlassung sowohl formale als auch inhaltliche Fehler entdeckt haben will. Die Kompetenzen in dem Vertrag seien zwar genau beschrieben gewesen, wären aber sofort unterlaufen worden. "Ich bin enttäuscht, doch mir ist nichts anderes übrig geblieben", sagte Polster selbst.

Enttäuschung klang auch bei Austria-Manager Markus Kraetschmer durch: "Es ist schade, dass es so gekommen ist. Wenn es nicht anders geht, müssen wir das akzeptieren." Die Juristen der Austria würden die Klage prüfen, aber "mein Ziel ist immer eine einvernehmliche Lösung. Ich gebe die Hoffnung nie auf". (ag, DER STANDARD Printausgabe, 14. Juli 2005)

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