Negativtrend in Elektronikbranche gestoppt

19. Juli 2005, 10:23
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Branchenumsatz 2004 um 4,5 Prozent auf 11,4 Mrd. Euro gestiegen

Albert Hochleitner, Obmann der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie FEEI, konnte bei einer Pressekonferenz, am Dienstag, positive Zahlen des Jahres 2004 präsentieren. Der Umsatz der Branche ist um 4,5 Prozent auf 11,4 Mrd. Euro gestiegen. Der Produktionswert kletterte um 6 Prozent auf 9,5 Mrd. Euro. Wichtiger Impulsgeber dafür sei die Exportquote, welche um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wuchs. "Nach drei enttäuschenden Jahren konnten wir in nahezu allen Bereichen wieder Zuwächse verzeichnen", ist Hochleitner erfreut. Ebenfalls gestiegen ist die Anzahl der Beschäftigten (plus 1,6 Prozent).

Preisverfall

Zu kämpfen hatte die Branche jedoch mit dem fortschreitenden Preisverfall ihrer Produkte (minus 4,5 Prozent) und den steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe. Dies hat zu einer sinkenden Ertragslage geführt. Im letzten Quartal 2004 flaute die Konjunkturlage wieder ab, allerdings konnten im ersten Quartal 2005 weder beim Produktionswert noch bei den Beschäftigten negative Entwicklungen festgestellt werden. Hochleitner fordert nun von der Politik vor allem Maßnahmen, um Österreich als Produktions- und Wirtschaftsstandort langfristig abzusichern. Rahmenbedingungen, die Österreichs Qualitäten - zum Beispiel als Land von hochqualifizierten Arbeitnehmern - stärkt, seien notwendig. "In die richtige Richtung zur Produktionsabsicherung geht man bereits mit der Senkung der Körperschaftssteuer", so Hochleitner.

"Eine Kopplung der Inflationsrate an den KV-Abschluss ist auf lange Zeit nicht zu finanzieren."

Einen Appell richtete der FEEI-Obmann an die Gewerkschaften: "Eine Kopplung der Inflationsrate an den KV-Abschluss ist auf lange Zeit nicht zu finanzieren." Vergangen Mai wurden die Verhandlungen mit 2,8 Prozent abgeschlossen. Die Inflation betrug im März 2005 2,9 Prozent. Die Gewerkschaften müssten erkennen, dass bei Verhandlungen Kompromisse erzielt werden sollten, um die Branche nicht noch zusätzlich zu belasten, ergänzte er. (pte)

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