Viele Vitaminpräparate sollen vom Markt verschwinden

19. Juli 2005, 17:16
15 Postings

Europa beschließt striktere Kontrollen - Rund 200 Präparate werden aus den Regalen verbannt

Brüssel - Der Europäische Gerichtshof hat beschlossen, die Vorschriften für den Verkauf von Vitaminen und Mineralstoffen zu verschärfen. Diese Vorschläge werden laut BBC rund 200 Präparate aus den Regalen verbannen und Einschränkungen für die Höchstdosierungen von Vitaminen bedeuten. Einige Expertengremien wie die British Dietetic Association (BDA) forderten, dass Vitamine und Mineralstoffe gleich wie herkömmliche Medikamente kontrolliert werden sollten.

Kritik an "unnötiger Strenge"

Kritiker wie die Alliance for Natural Health (ANH), die Health Food Manufacturers' Association (HFMA) und die National Association of Health Stores (NAHS) argumentierten, dass die neuen Vorschriften unnötig streng seien und die Wünsche der Konsumenten nicht berücksichtigten. Tausende absolut sicherer Produkte würden durch die neuen Richtlinien gefährdet.

Die im August in Kraft tretende Direktive werden Präparate nur noch Vitamine und Mineralstoffe enthalten dürfen, die auf einer Liste mit zugelassenen Substanzen verzeichnet sind. Die Direktive wurde ursprünglich im Jahr 2002 von den europäischen Regierungen befürwortet. Sie soll eine verstärkte Kontrolle des wachsenden Marktes von Produkten, die unter dem Begriff "Health Food" verkauft werden, ermöglichen. Dazu gehören neben Naturheilmitteln und Vitaminpräparaten auch mineralische Auszüge aus Pflanzen.

Keine Beeinträchtigung für Patienten

Die Konsumenten sollten laut der BDA-Sprecherin Ursula Arens durch die Änderungen nicht sehr beeinträchtigt werden. "Rund 99 Prozent der Produkte werden nicht betroffen sein." Die Hersteller werden mehr als vier Jahre Zeit haben, ihre Produkte zu überprüfen und etwaige Änderungen vorzunehmen. (pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Vitaminpillen und Mineralstoff-Präparate sollen in Zukunft strenger beurteilt werden.

Share if you care.