Meister Rapid startet gegen Sturm

13. Juli 2005, 21:25
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Admira erwartet die Austria, Mattersburg misst sich mit Pasching und Aufsteiger Ried trifft vor ausverkauftem Haus auf Wacker Tirol

Wien - Mit den vier Mittwochspielen der T-Mobile-Bundesliga sind die vormeisterschaflichen Tipps, Prognosen und Expertenanalysen endgültig Schnee von gestern: die Meisterschaft startet ab 19:30 Uhr voll durch. Erste Aufschlüsse über den Status quo bringen die Partien Rapid - Sturm, Admira - Austria, Mattersburg - Pasching und Mattersburg - Wacker.

Meister Rapid startet das Unternehmen Titelverteidigung mit bereits gewohntem Understatement: "Sturm war schon in der vergangenen Saison ballsicher und spielstark. Sie sind ein ganz schwieriger Gegner, müssen aber nach St. Hanappi. Und da sind wir eine Macht", findet Trainer Josef Hickersberger. In der vergangenen Saison wurde in Hütteldorf kein einziges Heimspiel verloren. Hickersberger: "Wir sind immer gut gestartet und ich gehe davon aus, dass es diesmal genauso sein wird."

Sturm-Boss Hannes Kartnig hofft nach einigen schwierigen Jahren wieder auf bessere Zeiten. "Ich glaube, dass wir aus der Talsohle heraußen sind, es geht wieder bergauf. Die Neuen passen sehr gut ins Gefüge. Rapid ist unter Druck, wir nicht, wir werden in Wien eine sehr gute Figur abgeben." für Coach Michael Petrovic bedeutet dies einen Punkt in Wien.

Admira völlig neu

Austria muss bei der völlig neu formierten Admira antreten. Die Niederösterreicher können mit rekordverdächtigen 24 Neuzugängen aufwarten. Hauptanliegen von Trainer Dominik Thalhammer war demnach auch die Arbeit an einem Mannschaftsgefüge: "Es ist wirklich schwer einzuschätzen, wo wir stehen. Aber punkto Defensive und Spielkultur sind bereits deutliche Verbesserungen zu erkennen. Wir haben großes Potenzial, die Frage ist nur, wann wir es abrufen können."

Die Austria hat sich mit Spektakel diesmal zurück gehalten, die getätigten Verpflichtungen machen Sinn, der Kader präsentiert sich durchaus kompakt. Wie sind "anders strukturiert. Ich denke, dass wir eine sehr, sehr gute Mannschaft haben", sagt Trainer Peter Stöger. Um sicher zu gehen wurde aber noch ein spezielles Motivationstraining ins Programm genommen. Sepp "Ironman" Resnik wird vor der Mannschaft referieren. "Uns geht es darum, dass die Spieler sehen, was man mit Fleiß, Schweiß und Training erreichen kann. Die Mannschaft wird staunen, welches Potenzial jeder in sich hat", so Resnik-Freund Frenk Schinkels.

Ried hofft auf den Knipser

Wieder mit dabei in der Elite ist der SV Ried. Die Basis für das Unternehmen Klassenerhalt soll zu Hause gelegt werden, ein Sieg gegen Wacker Tirol soll den Anfang machen. Mit einem vollen Stadion ist zu rechnen. Der große Hoffnungsträger heißt Sanel Kuljic, mit 34 Treffern überlegener Red-Zac-Schützenkönig. Kann Kuljic seine Klasse auch in der höchsten Liga so eindrucksvoll präsentieren? "Die Fähigkeiten hat er. Er lebt aber von der Mannschaft, das wird entscheidend sein", so Fußball-Professor Heinz Hochhauser.

Mattersburg und die hohe Latte

Mattersburg hat "in der vergangenen Saison mit Platz fünf den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreicht, die Latte liegt also hoch. Krzystof Ratajczyk ist der mit Abstand namhafteste Neue im Burgenland und soll den Abwehrchef geben. Im Pappelstadion verhalten sich die Gegner im dritten Bundesligajahr des SVM zunehmend vorsichtig. Der Vorteil, unterschätzt zu werden, ist dahin. Trainer Franz Lederer: "Mittlerweile müssen wir zu Hause sehr viel fürs Spiel machen. Es wird von Match zu Match schwieriger."

Georg Zellhofer, mit Pasching in der vergangenen Saison lange auf Titelkurs, fühlt ob der ausgespielten Favoritenrolle um einiges wohler. "Es ist sehr angenehm, dass wir nicht zum Kreis der Favoriten gehören." Zellhofer nannte das Erreichen der UEFA-Cup-Gruppenphase als erstes Hauptziel seiner neuformierten Truppe. Die Meisterschaft lässt er ich auf sich zukommen. Und Präsident Franz Grad meinte vorsichtig: "Das wird unser bisher schwerstes Bundesliga-Jahr." (red/APA)

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    Rapid kann auf seine Fans zählen.

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