Steirische Parteien fordern Konsequenzen

15. Juli 2005, 17:40
1 Posting

Grüne: "Klasnic soll Landesgeschäftsführer entlassen" - BZÖ will Fairnessabkommen - Hirschmann: So kannn es nicht weiter gehen

Graz - Der Wahlkampfknigge und die Homepage-Affäre sorgen unter den steirischen Parteien für heftige, aber auch hämische Reaktionen: FPÖ-LHStv. Leopold Schöggl meinte, "die ÖVP-Strategie liege weit unter der Gürtellinie". Die Grünen - die die Sache am Montag aufgedeckt hatten - forderten von LH Waltraud Klasnic die Entlassung von Landesgeschäftsführer Andreas Schnider. Das BZÖ forderte, die "Schlammschlacht einstellen, ein Fairnessabkommen sei wichtiger denn je". Die Liste Hirschmann sieht "fragwürdige Politmethoden".

FPÖ-Chef Schöggl meinte, "mit dem Leserbriefskandal sei LH Klasnic die Maske der biederen Landesmutter vom Gesicht gezogen worden". Öffentlich predige sie das Miteinander, während die Mitarbeiter hinter den Kulissen in Einschulungen zu Vernaderungen aufgefordert würden. Klasnic möge sich entschuldigen.

Lügen und Verleumdungen

"Schwarz auf weiß" hätten die Grünen am Montag belegt, "dass in der ÖVP Mitarbeiter und Funktionäre geschult werden, wie man Lügen und Verleumdungen verbreiten soll. Eine christdemokratische Partei, die 'Du sollst Lügen' zu ihrem Gebot gemacht hat - das ist die Bilanz von VP-Parteichefin Klasnic", so die Grünen-Klubchefin Ingrid Lechner-Sonnek am Dienstag.

Der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz meinte: "Die Vorkommnisse der letzten Woche, aber vor allem jene der jüngsten Vergangenheit, sind ein Beweis mehr, wie wichtig ein Fairnessabkommen für die Landtagswahl ist. Im Land geht zwar nichts mehr weiter, aber der Dreck flitzt in der Gegend herum". Die Aufforderung, unsachliche Angriffe auf politische Mitbewerber zu starten oder die "rituelle Schlägerei zweier VP- und SP-Kommunalpolitiker" seien ein Ergebnis der rot-schwarzen Politik des Gegeneinander der vergangenen zwei Jahre", so Grosz. Das BZÖ werde Mittwoch kommender Woche alle Parteien zu einer weiteren Runde für ein gesamtsteirisches Fairnessabkommen einladen.

Hirschmann: So kannn es nicht weiter gehen

Seitens des Teams Liste Hirschmann hieß es zum "Wahlkampfknigge der steirischen Volkspartei", so könne es nicht weiter gehen. Listenchef Gerhard Hirschmann: "Dieser Akt des politischen Verfalls am Karmeliterplatz 6 (die ÖVP-Zentrale, Anm.) bestätigt erneut, wie notwendig das Antreten der Liste Hirschmann ist". So schlecht stehe es um die steirische Volkspartei unter der Führung von Waltraud Klasnic hoffentlich nicht, dass sie sich eine solche Wahlkampfführung verdient hätte, hieß es in einer Aussendung. Eben wegen solcher Geschichten hieße es beim Team LH: "Weg von diesen destruktiven Parteiapparaten hin zu einer aufgeklärten und aufklärenden Bürgergesellschaft". (APA)

Share if you care.