Komm von der Wolke ...!

12. Juli 2005, 11:51
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Workshops für alle bei ImPulsTanz im Arsenal und im Dschungel

Erfahrungen sammeln, lernen, Künstler treffen. Jedes Jahr strömen fast dreitausend Tanzbegeisterte aus allen Winkeln der Welt und vom blutigen Anfänger bis zum Profi in die Werkstätten des Wiener Arsenals, zu den insgesamt 160 Workshops, Seminaren, Research-, Coaching-und Pro-Series-Projekten, wo sich avancierte Pädagogen einfinden, um ihr Tanz- und Körperwissen weiterzugeben.

Das Arsenal ist auch Arbeitsort für hochkarätige Choreografen, die einander dort kennen gelernt haben. Meg Stuart etwa coacht unter dem Motto Get off of your cloud und forscht mit Philipp Gehmacher, der 1996 bei ihr gelernt hat.

Bei Vera Manteros Coaching Project geht es um den tanzenden, sprechenden, singenden Körper. In Wien lernte diese wichtigste portugiesische Performerin die südafrikanische Choreografin Robyn Orlin kennen. Am 5. und 7. 8. wird ImPulsTanz ein gemeinsames Stück der beiden uraufführen.

Die Isländerin Erna Ómarsdóttir performt zweimal und hat trotzdem Zeit, gemeinsam mit Damien Jalet, einem engen künstlerischen Mitarbeiter von Sidi Larbi Cherkaoui, zu unterrichten. Der Coach für die 50 danceWEB-Stipendiaten, die aus 30 Ländern anreisen, heißt David Zambrano (s. Artikel oben). Vier Wochen auf Augenhöhe mit 80 Dozenten, das bedeutet rund 60 Workshops in den differenziertesten zeitgenössischen Techniken, inklusive Improvisation, Martial Arts, Feldenkrais und Skinner Technique. 35 Workshops sind für Anfänger reserviert, und in 25 Seminaren kann gebodyworkt werden.

Dass African Dance, Butô und Capoeira nicht fehlen, genausowenig wie Ballett, Horton Technique oder DanceAbility, ist klar. Die Palette deckt so gut wie alles ab, was Tänzer brauchen: von Partnering über Repertory bis hin zu HipHop und Theorie, Voice & Movement, Alexandertechnik und vieles mehr.

Neu ist das vierwöchige Research Projekt Choreographers' Venture von Frans Poelstra und Robert Steijn, die über We want to be different (Please don't project your fantasy onto us) nachdenken und zu einer Abschlussperformance einladen. Schlussbemerkung: Im Dschungel gibt es Tanz für Kinder und Jugendliche! (ploe/DER STANDARD, Printausgabe, 12.07.2005)

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    ziegler
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