Microsoft lernt bei Longhorn in Sachen Sicherheit von Unix und Linux

29. Juli 2005, 18:53
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Beim Windows der Zukunft soll nicht mehr jeder User Administrator sein

Microsofts zukünftiges Betriebssystem Longhorn wird Anleihen an Unix und Linux nehmen, berichtet das IT-Magazin The Register. Diese Ankündigung hat Mike Nash, Vizepräsident in Microsofts "Security Business & Technology Unit" auf einer Worldwide Partner Conference des Softwareherstellers gemacht.

Änderung in der Systemarchitektur

Ihm zu folge werde man bei Longhorn mit dem Konzept brechen, dass jeder Nutzer eines Windows-PCs auch automatisch Administrator ist. Diese Änderung in der Systemarchitektur soll dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen. Da es in Zukunft nicht mehr jedem User möglich sein wird, beliebig Programme zu installieren, soll damit auch die Gefahr von Viren, Spyware und Zombie-Computern minimiert werden.

Kontrolle

Damit beschreitet Microsoft einen Weg, der bei Unix und Linux schon lange eingeschlagen worden ist. So haben bei diesen Systemen lediglich der "God user" oder die Besitzer eines "Root Account" vollen Zugang zu und die Kontrolle über alle Systemressourcen.

Schlüsselelement

Diese Neugestaltung der Privilegien, die die einzelnen User haben werden, wird ein Schlüsselelement von Longhorn darstellen, so Nash.

Nash widerspricht hingegen der oft vertretenen Meinung, dass Open Source Software schon auf Grund ihrer Entwicklung sicherer als proprietäre Produkte sei: "Es gibt diese Theorie, dass bei Open Source Software mehr Menschen den Code zu sehen bekommen und das zu sicheren Produkten führt. Wir denken, dass unser Ansatz mehr Vorteile bringt".(red)

Links

Mike Nash, Microsoft

The Register

Nachlese

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