Tom Cruise darf nicht Ehrenbürger von Paris werden

16. Juli 2005, 21:39
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Stadt kritisiert Werben für Scientology - Schauspieler nutze seine Berühmtheit als "Waffe"

Hollywood-Star Tom Cruise darf wegen seines Werbens für die umstrittene Scientology-Organisation nicht Ehrenbürger von Paris werden. Die stellvertretende Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, sagte am Montagabend im Stadtrat, sie würde eine derartige Ehrung für Cruise mit allen Mitteln verhindern.

"Waffe"

Der gerade 43 Jahre alt gewordene US-Schauspieler nutze seine Berühmtheit als "Waffe", um in Frankreich öffentlich für Scientology zu werben, sagte die Sozialistin in einer Debatte über Hilfe für Sektenopfer. "Wir werden gegenüber solchen Botschaftern Vorsicht walten lassen, seien sie berühmt oder weniger berühmt", sagte Hidalgo und betonte, sie sei sich darüber mit Bürgermeister Bertrand Delanoë einig.

Cruise, der gerade mit dem Science-Fiction-Spektakel "Krieg der Welten" im Kino zu sehen ist, war bei einem Paris-Besuch Mitte Juni offenbar dem Charme der Stadt verfallen. Auf dem Eiffelturm machte er seiner 26-jährigen Freundin Katie Holmes einen Heiratsantrag. In Marseille, Frankreichs zweitgrößter Metropole, hatte ihm der dortige Bürgermeister Jean-Claude Gaudin, der Vizechef der bürgerlichen Regierungspartei UMP, die Ehrenmedaille der Stadt verliehen. Auch Frankreichs konservativer Innenminister, Nicolas Sarkozy, der innerhalb der Pariser Regierung auch für die Beziehungen zu den Religionen zuständig ist, hatte Cruise zuvor offiziell empfangen. Scientology gilt in Frankreich als Sekte. (aPA(AFP)

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    Tom Cruise

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