Longhorn: Endlich Features für Spieler und Modder

27. Juli 2005, 20:47
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Zwei weniger bekannte Neuerungen sollen Verbesserungen bringen

Noch vor der Veröffentlichung der ersten Beta-Version des kommenden Microsoft Betriebssystems "Windows Longhorn", gibt es heftige Diskussionen um die Neuerungen in der Software: für die einen ist Longhorn per se schon ein Riesenschritt und eine gewaltige Innovation, die anderen sehen keinerlei technische Veränderungen oder relevante Verbesserungen, die einen Umstieg vom funktionierendne XP auf Longhorn notwendig erscheinen lassen.

Wenig bekannt

In seiner Kolumen bei Tom's Hardware Guide berichtet der Analyst Rob Enderle von zwei kleinen, aber feinen Features, die bislang wenig beachtet wurden. Diese Features würden sich primär an Modder und Power-Gamer richten, so Enderle.

WinSat

Das eine neue Feature nennt sich "Windows System Assessment Tool (WinSat)". Dabei handelt es sich um ein Benchmarking-Tool, das vergleichbare Werte über die System-Leistung generiert. Das Tool analysiert das Grafik-Subsystem, den Prozessor, Speicher, Festplatte(n) und andere systemkritische Elemente und berechnet daraus ein Gesamtergebnis. Dieses kann dann verwendet werde, um seinen Rechner mit anderen Longhorn-PCs direkt zu verlgeichen.

Optimieren

Das Tool ermöglicht es zudem, die Einstellungen jedes Komponenten zu modifizieren und damit auch zu optimieren. Dies kann auch automatisch geschehen - Longhorn ist somit das erste Betriebssystem, das sich seine eigenen Parameter geben kann, um so das optimale Potenzial aus der hardware zu holen.

Für Spieler

WinSat wird zwei Konfigurationsmöglichkeiten bieten: eine für allgemeine Applikation, und eine weitere speziell für Spieler. Sofern die Spieler-Entwickler die richtigen Angaben machen, kann sich das System selbständig in eine Spiele-Konfiguration begeben und die bestmögliche Performance ermöglichen. Das System soll in der Lage sein, alle nicht notwendigen Anwendungen und Prozesse während des Spielens zu deaktivieren, so dass keine Flaschenhälse entstehen. Sollten dennoch Probleme auftreten, soll Longhorn dies melden und Verbesserungen und Lösungsmöglichkeiten vorschlagen.

Neuinstallation

Für Modder, aber auch AnwenderInnen, die einfach nur neue Hardware installieren wollen/müssen, eignet sich das Tool ebenso. Es passt das System automatisch den neuen Anforderungen und Leistungen an. Ebenso wäre es möglich, dass die Hersteller eine Verbindung über WinSat zu ihrer Treiber-Datenbank herstellen und so die benötigten Updates ebenfalls automatisch und passend einspielen können.

Mehr für Modder

Das zweite Feature hat noch keinen Namen und wie Enderle schreibt darf er auch nicht den Codenamen des Tools verraten. Das Tool wird von ihm daher mit "Mod1" benamt. "Mod1" checkt während dem Boot-Prozess die Hardware nach signifikanten Änderungen. Sind solche vorhanden, wird die Hardware-Konfiguration gestartet. Durch die Installation von Treibern und einem Systemcheck soll sich die bekannte und wenig beliebte "Blue Screen of Death" nicht mehr melden. Diese Feature ist allerdings noch nicht in der ersten Beta-Version enthalten, daher die erhöhte Geheimhaltunsstufe.(red)

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