USA untersagten Soldaten Ausflüge nach London

13. Juli 2005, 11:08
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Grund: Sicherheitsbedürfnis für die eigenen Leute - Zeitungen warfen USA Ängstlichkeit vor - Verbot wieder aufgehoben

London - Die in Großbritannien stationierten Soldaten der US-Luftwaffe dürfen nun aber wieder Ausflüge nach London machen. Die US-Botschaft teilte mit, das Verbot sei aufgehoben worden. Die Anweisung war Presseberichten zufolge am Freitag nach den Anschlägen erfolgt, bei denen mindestens 52 Menschen starben.

Alle 12.000 in Großbritannien stationierten Soldaten der USA durften Zeitungsberichten zufolge nach den Londoner Bombenanschlägen zunächst keine Ausflüge mehr in die die britische Hauptstadt machen. Die US-Militärchefs hätten eine entsprechende Anordnung bereits am Freitag ausgegeben, berichteten der "Daily Telegraph" und die "Times" am Dienstag.

Eine US-Sprecherin wurde mit der Aussage zitiert, bis auf weiteres sei den Militärangehörigen ein Aufenthalt innerhalb des Straßenrings M25 nicht erlaubt, der die Hauptstadt umgibt. Grund dafür sei das Sicherheitsbedürfnis für die eigenen Leute, das eine Hauptsorge sei. Auch Familienangehörige der US-Militärs seien aufgefordert, sich von London fern zu halten.

Ängstlichkeit

In der Zeitung wurde den USA Ängstlichkeit vorgeworfen. Schließlich habe US-Präsident George W. Bush noch in der vergangenen Woche zugesagt, dass die Briten auf die USA zählen könnten. Die britische Polizei hatte die Bürger Londons schon für Montag aufgefordert, wieder in die Stadt zurückzukehren und ihr so zur Normalität zu verhelfen. Man dürfe sich den Attentätern nicht beugen, hatte es zur Begründung geheißen.

Am Donnerstag waren bei mehreren Bombenanschlägen in London mehr als 50 Menschen getötet und hunderte verletzt worden. Sicherheitsbehörden vermuten eine bisher unbekannte lokale Zelle der Extremisten-Organisation Al Kaida hinter den Anschlägen. (APA/Reuters)

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