Reich umrankte Operettenfestspiele

11. Juli 2005, 20:44
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"Eva" von Franz Lehár, inszeniert von Leonard C. Prinsloo in Bad Ischl: Die Operette spart nicht an Farbe

Operettenmusikluft liegt seit der Eröffnung des Lehár-Festivals in der Luft der Kaiserstadt Bad Ischl im Salzkammergut. Zu sehen und zu hören ist die selten aufgeführte Operette Eva von Franz Lehár, in Szene gesetzt von Leonard C. Prinsloo, Wolfgang Bozic dirigiert. Dolores Schmidinger, die Kraftmeierin und Grand Dame des heimischen Kabaretts, feiert in Bad Ischl mit einer Neuinszenierung des Bettelstudent von Karl Millöcker ihr Regiedebüt. Premiere ist am kommenden Sonntag. Zwei Tage später steht die Schauspielerin mit ihrem Kabarettprogramm "Unartig" auf der Bühne.

Dem Liedwerk Lehárs ist am 1. August ein eigener Abend gewidmet: Die Sopranistin Ingrid Kaisersfeld gibt eine Auswahl aus dem reichen Melodienschatz zum Besten. Noemi Nadelmann konnte als Sopranistin für die Zarzuela-Gala am 11. August gewonnen werden, um die zündenden spanischen Operettenmelodien zum Klingen zu bringen. Unterstützt wird sie vom Franz Lehár-Orchester, am Pult steht der junge Schweizer Dirigent Thomas Herzog.

Bei den Kammerabenden gibt es nach einer Langen Nacht der Lustigen Witwe am 14. August - zum 100. Geburtstag des Werks - eine szenische Lesung in historischen Kostümen und Masken mit Burgschauspielerin Ulrike Beimpold. Die Mimin zeichnet das Leben der Kaiser-Vertrauten Katharina Schratt in verschiedenen Rollen nach - eine Melange aus Humor und Geschichte. (csc/DER STANDARD, Printausgabe, 12.07.2005)

Lehar-Festival
Kongress- und Theaterhaus
4820 Bad Ischl
06132/238 39
Bis 28.8.
  • Artikelbild
    foto: lehar festival/hofer
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