Britischer Geheimdienst "briefte" auch Österreichs Polizei

13. Juli 2005, 11:07
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Briten informieren ausländische Kollegen - "Kein Österreich-Konnex"

London/Wien - Vertreter des britischen Geheimdienstes haben am Wochenende Kollegen aus Österreich und rund 30 anderen Ländern über den Stand der Ermittlungen nach den Terroranschlägen in London informiert. Entsprechende Informationen der Londoner Polizei bestätigte am Montag Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia.

An dem Briefing in Scotland Yard am Samstag hätten zwei nach den Anschlägen nach London entsandte österreichische Beamte teilgenommen. Sie gehören der Polizei-Einsatztruppe Cobra und dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung an, sagte Gollia.

Überblick

Ziel des Treffens sei es gewesen, die ausländischen Kollegen und Organisationen über Einzelheiten der Anschläge zu informieren und ihnen einen Überblick über den Stand der Ermittlungen zu geben, sagte ein Sprecher der Londoner Polizei. Unter anderen nahmen Abgesandte aus den USA, Japan, Frankreich, Deutschland, Italien, Israel sowie Vertreter der internationalen Polizeiorganisationen Interpol und Europol an den Gesprächen teil.

Gollia sagte auf eine entsprechende Frage, beim Briefing sei "kein Österreich-Konnex" bei den Anschlägen hergestellt worden. Die beiden nach London entsandten österreichischen Beamten sollten ursprünglich am Mittwoch wieder nach Wien zurückkehren, ob dies der Fall sein wird, hänge aber vom weiteren Verlauf der Ereignisse in der britischen Hauptstadt ab.

Bei den drei Anschlägen auf die Londoner U-Bahn und einem vierten auf einen Doppeldeckerbus waren am Donnerstag in der Früh nach jüngsten offiziellen Angaben 52 Menschen getötet und 700 weitere verletzt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Attentäter noch am Leben sind und weitere Anschläge planen könnten. (APA)

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