Wien: Badeverbot an der Neuen Donau

13. Juli 2005, 13:17
3 Postings

Einlaufbauwerk des Wiener Entlastungsgerinnes überströmt

Wien - Auch Wien ist nun von vom Hochwasser betroffen. Nachdem der Pegelstand der Donau bei Klosterneuburg am Montag kurz vor 16.00 Uhr die Höhe von 5,35 Metern überschritten hatte, wurde das Einlaufbauwerk des auch als Neue Donau bezeichneten Entlastungsgerinnes überströmt. Laut einer Rathaus-Aussendung wurde daher ein Badeverbot verhängt.

Der Pegelstand vor Wien war am Montag im Laufe des Tages immer weiter angestiegen. Um die Mittagszeit hatte er 5,13 Meter erreicht, es wurde daher der Hochwasserdienst der städtischen Wasserbau-Abteilung (MA 45) einberufen.

Die städtischen Stellen wiesen darauf, dass keine Gefahr drohe. Die Wasser-Durchflussmenge beim Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002 sei drei Mal so groß gewesen, hieß es. Damals waren 7,82 Meter als höchster Pegelstand gemessen worden. Die Donau führte damals 10.500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, 3.040 Kubikmeter davon flossen durch die Neue Donau.

Wien ist vor Donau-Hochwassern gut geschützt. Der Fluss und im Bedarfsfall das Entlastungsgerinne können gemeinsam Wassermengen von bis zu 14.000 Kubikmetern pro Sekunde aufnehmen. Die Normalmenge im Jahresmittel beträgt bei Wien nur ein Siebentel davon, nämlich 2.000 Kubikmeter. Errichtet wurde die Neue Donau von 1972 bis 1987. Die zwischen Donau und Entlastungsgerinne aufgeschüttete Donauinsel ist rund 20 Kilometer lang und durchschnittlich 400 Meter breit. (APA)

Share if you care.