Saubermacher kauft 50-Prozent-Anteil von BA-CA zurück

21. Juli 2005, 11:35
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Österreichs größter privater Abfall-Entsorger ist damit wieder zu 100 Prozent in Familienbesitz

Wien - Der steirische Entsorgerbetrieb Saubermacher hat nun definitiv 50 Prozent seiner Anteile von der BA-CA zurückgekauft und steht nun wieder zur Gänze im Familienbesitz. Dies teilten BA-CA und Saubermacher am Montag in einer gemeinsamen Presseaussendung mit. Seit 1994 waren 50 Prozent der Unternehmensanteile im Besitz der Hans Roth Privatstiftung der Gründerfamilie Roth, die übrigen 50 Prozent waren damals von der Wibeba-Gruppe erworben und von dieser 1996 an die heutige Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) übertragen worden.

Mehr Flexibilität

Saubermacher-Chef Hans Roth begründet den nun erfolgten Rückkauf unter anderem mit dem weiteren Interesse seines Unternehmens am Auslandsgeschäft. "Die Unternehmensstrategie der BA-CA verlangt eine Konzentration auf deren eigentliches Kerngeschäft. Mit dem Rückkauf der Saubermacher-Anteile sichern wir uns maximalen Handlungsspielraum und Flexibilität bei der Verfolgung unserer Ziele - vor allem beim Ausbau der Angebotspalette und der Auslandsbeteiligungen." Gerade in den neuen EU-Ländern gebe es im Bereich Abfalltrennung, Entsorgung und Wiederverwertung hohen Nachholbedarf.

Unternehmensdaten

Saubermacher wurde 1979 von Hans und Margret Roth als Roth-Umweltschutz GmbH gegründet und beschäftigt mittlerweile rund 1.200 Mitarbeiter im In- und Ausland. Das Grazer Unternehmen (128 Millionen Euro Umsatz) betreut in Österreich rund 400 Gemeinden und über 15.000 Kunden aus Handel, Gewerbe und Industrie. Die Kerngebiete umfassen die Bundesländer Steiermark, Kärnten, Niederösterreich und Wien. Weiters ist Saubermacher in 16 Auslands-Joint-Ventures in Slowenien, Kroatien, Ungarn und Tschechien tätig. (APA)

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