Blair lehnt Untersuchung zu Behördenfehlern ab

12. Juli 2005, 17:16
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Premier: Würde Arbeit von Polizei und Geheimdiensten nur erschweren - Opposition kritisiert "gravierende Fehler"

London - Die britische Regierung lehnt eine Untersuchung zum Umgang der Behörden mit den Anschlägen in London ab. Eine solche Untersuchung würde die Arbeit von Polizei und Geheimdiensten nur erschweren, sagte ein Sprecher von Premierminister Tony Blair am Montag. Wichtig sei zunächst einmal die Identifizierung der Opfer und die Fahndung nach den Tätern. "Und wir werden alles tun, was wir können, um den Behörden die Zeit, den Raum und die Unterstützung zu geben, die wir dafür brauchen."

Die Untersuchung hatte die konservative Opposition gefordert. Hinweise auf gravierende Fehler der Behörden oder der Geheimdienste liegen ihr aber offenbar nicht vor: Oppositionsführer Michael Howard erklärte, es sei noch zu früh zu beurteilen, ob die Regierung Fehler gemacht habe. (APA/AP)

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