GfK-Umfrage: Gute Geschäfte in Kroatien

21. Juli 2005, 11:42
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Mehrheit der in Kroatien präsenten, österreichischen Unternehmen blickt optimistisch in die nahe Zukunft

Zagreb/Wien - Eine großer Mehrheit der in Kroatien präsenten österreichischen Unternehmen ist mit dem Verlauf ihrer Geschäfte zufrieden. Mehr als drei Viertel der vom Marktforschungsinstitut GfK befragten Unternehmen gaben an, 2004 bessere Ergebnisse erzielt zu haben als 2003. Auch für heuer sind die Unternehmer optimistisch, wie aus der GfK-Umfrage hervorgeht, die heute, Montag, veröffentlicht wurde.

78 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Geschäfte hätten sich 2004 besser entwickelt als im Vorjahr. 15 Prozent konnten keine Veränderung feststellen und 7 Prozent berichteten von einer Verschlechterung.

Mehrheit glaubt an weiteren Zuwachs

Für 2005 erwarten 69 Prozent noch bessere Resultate als 2004. 28 Prozent rechnen mit einer konstanten Entwicklung und 3 Prozent befürchten eine Verschlechterung gegenüber 2004.

Die weitere Zukunft sehen die österreichischen Investoren jedoch in weniger freundlichen Farben: Jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) rechnet mit einer Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen im kommenden Jahr. 62 Prozent erwarten keine Veränderung, 16 Prozent meinen, dass sich die Bedingungen verbessern werden.

Als größte Hindernisse für ein erfolgreiches Wirtschaften gelten bei den Investoren die Bürokratie (74 Prozent), das geltende Rechtssystem (67 Prozent) und die Korruption (58 Prozent) im Lande. Als größte Pluspunkte werden die geographische Lage (62 Prozent), die Arbeitskräfte (44 Prozent), die dynamische Wirtschaftsentwicklung (38 Prozent) und die gute Umweltsituation (37 Prozent) genannt.

EU-Reife in zwei bis fünf Jahren

Die meisten der befragten Unternehmen (47 Prozent) erwarten, dass Kroatien innerhalb von zwei bis fünf Jahren reif für den Beitritt zur EU sein wird. 10 Prozent sind der Ansicht, dass Kroatien bereits jetzt die Beitrittskriterien erfüllt, ein Fünftel glaubt, dass die Bedingungen innerhalb der nächsten zwei Jahre erfüllt sein werden und 23 Prozent rechnen nicht damit, dass Kroatien mehr als fünf Jahre brauchen wird, um EU-reif zu werden.

An der GfK-Umfrage nahmen 70 der rund 300 in Kroatien niedergelassenen österreichischen Unternehmen teil. 60 Prozent der befragten Unternehmen haben bis zu 20 Mitarbeiter, 20 Prozent zwischen 21 und 100 Beschäftigte und 20 Prozent mehr als 100. (APA)

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