Auf der Suche nach der Umsatz-Quelle

21. Juli 2005, 11:35
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Quelle Österreich präsentiert neuen Herbst/Winter-Katalog und ortet einen "extrem starken Wettbewerb" im österreichischen Handel

Wien - Quelle Österreich, Tochter des angeschlagenen deutschen KarstadtQuelle-Konzerns, kämpft mit einer veränderten Katalog-Philosophie sowie einem bis Jahresende laufenden neuen Prämien-Programm um mehr Kunden und Umsätze.

Nach einem etwa 3-prozentigen Umsatzrückgang im vergangenen Jahr sind in der ersten Jahreshälfte 2005 die Österreich-Umsätze knapp unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres zurückgegangen, sagte Kees Gabriels, Quelle Österreich-Chef in Wien.

305 Millionen Euro Umsatz

Nach Angaben vom Jänner hat Quelle Österreich 2004 einen Umsatz von 305 Mio. Euro gemacht. Die Frage, ob heuer in Österreich die schwarzen Zahlen erreicht werden können, ließ Gabriels offen.

Gabriel präsentierte am Montag den neuen Herbst/Winter-Hauptkatalog, der mit dem Coverbild des österreichischen Spitzen-Models Melanie Scheriau versehen ist.

1300 Seiten starker Katalog

Der fast 1300 Seiten starke Katalog wird in einer Auflage von 1,2 Millionen Stück verschickt, wobei sich Quelle künftig bemühen wird, unterschiedliche Kunden unterschiedlich anzusprechen.

Besonders gute Kunden bekommen einen Katalog mit "hard cover", andere Kundengruppen wieder erhalten den Katalog sozusagen als Taschenausgabe in einem handlicheren Format. Außerdem "wollen wir die saisonalen Kataloge forcieren und verstärkt auf Spezialkataloge setzen", sagte Gabriels.

Anders als in Deutschland werde Quelle Österreich seinen Hauptkatalog bis auf weiteres nicht in einen Mode- und einen Technik-/Möbel-Teil splitten. "Der einheitliche Hauptkatalog hat in Österreich bisher sehr gut funktioniert", auch sei das österreichische Geschäft nicht so möbellastig wie in Deutschland, hieß es.

1700 Mitarbeiter

Der deutsche Versandhändler beschäftigt in Österreich derzeit etwa 1700 Personen, davon rund 1.300 am Standort Linz. Ein Mitarbeiterabbau in Österreich sei "grundsätzlich nicht geplant", sagte Gabriels auf eine Journalistenfrage.

Nach Darstellung des Managers hat der vor kurzem bekannt gewordene Ausbau des Versandzentrums Leipzig keine negativen Auswirkungen auf Linz. Sowohl Leipzig als auch Linz seien für den Versand nach Ostmitteleuropa zuständig.

Die interne Arbeitsleistung zwischen den beiden Versandzentren werde sowohl nach Märkten als auch nach Sortimenten erfolgen, sagte Gabriels.

Prämienprogramm

Bis zum Jahresende läuft ein soeben gestartetes Prämienprogramm, in dessen Rahmen es für jeden Quelle-Einkauf so genannte Goldpunkte gibt, die sich in verbilligten Gold- und Silberschmuck eintauschen lassen.

Das Programm soll helfen, die Umsätze von Quelle Österreich zu unterstützen. Das Unternehmen ist nach Eigenangaben mit einem Marktanteil von etwa 20 Prozent Marktführer im Versandhandel.

"Extrem starker" Wettbewerb

Quelle-Chef Gabriels bezeichnete den Wettbewerb in Österreich als "extrem stark" und machte dafür die hohe Handelsdichte verantwortlich. Es gebe in Österreich eine sehr hohe Verkaufsfläche pro Kopf und das gelte "nicht nur für die Mode, sondern für fast alle Teilmärkte". (APA)

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    Quelle Österreich-Chef Kees Gabriels präsentiert den neuen Katalog des Versandhause.

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