Festival für Low- und No-Budget-Film

18. Juli 2005, 20:57
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Zweites "Ohne Kohle"- Filmfestival startet in Wien: Die non profit Veranstaltung will FilmemacherInnen vernetzen

Wien- Mit einer "Langen Nacht des langen Films" im Neutor Medienraum startet am Mittwoch (13.7.) in Wien das 2. Internationale Independent Video- & Filmfestival "Ohne Kohle" (12. bis 17.7.) sein Vorführprogramm. Am Donnerstag und Freitag Abend ist das Festival wieder zu Gast im Filmcasino. Die ganze Woche über gibt es zudem ein Angebot an Vorträgen und Workshops (u.a. Schnitt, Kamera, Stunts, Animation) von Profis und Fachleuten.

1.500 Filme aus 50 Ländern wurden eingereicht

Das Festival versteht sich als umfassende Werkschau internationalen Independent-Filmschaffens. 1.500 Filme aus 50 Ländern wurden zur zweiten Ausgabe eingereicht. Eine 35-köpfige (!) Jury (unter anderem Edgar Honetschläger, Goran Rebic, Florian Flicker, Franzobel, Nina Kusturica und Diagonale-Intendantin Birgit Flos) prämiert mit Sachleistungen die interessantesten und innovativsten Ansätze aus den Bereichen Kurzfilm, Experimentalfilm und Dokumentation. Zusätzlich wurde ein Themenschwerpunkt "Menschenrechte" angesetzt und die Einnahmen aus dem Festival Amnesty International gewidmet.

"Jury total begeistert "

"Wir waren völlig überrascht von der hohen Zahl an Einreichungen - ein Drittel mehr als im Vorjahr. Schon jetzt fragen die Leute nach den Einreichterminen für 2006. Das zeigt, dass es offenbar wirklich einen Bedarf gibt", erzählt Lisa Brunner von der Festival-Organisation. "Die Jury war total begeistert von den Einreichungen. Und ich finde es toll, dass die Jurymitglieder auch alle mitgemacht haben."

Workshops, Vorträge und Diskussionen

Im Neutor Medienraum (1., Neutorgasse 13) finden die Workshops, Vorträge und Diskussionen statt, hier kann man während der Festivaldauer in der Videothek auch sämtliche Einreichungen sichten. Als Treffpunkt wurde ein Festival-Cafe eingerichtet.

Veranstalter des Festivals ist der "Ohne Kohle - Verein zur Förderung der Independent- Film- und Videokultur". Dahinter steht die Wiener Film- und Videoproduktion Viewfinders, die mit dem Festival und weitergehenden Aktivitäten wie Produktionen und Fortbildungen die Vernetzung der österreichischen und internationalen Filmschaffenden abseits traditioneller Finanzierungsstrukturen verstärken will. (APA)

  • Artikelbild
    foto: screenshot ohnekohle.net
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