Agilents Chipsparte bei Finanzinvestoren heiß begehrt

17. Juli 2005, 09:46
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Verkauf soll bis zu 2,5 Mrd. Dollar einspielen

Der Verkauf der Chipsparte des kalifornischen Technologiekonzerns Agilent ist in die Schlussphase getreten. Bereits Ende dieser Woche könnte eine Entscheidung über den Käufer fallen, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Montag, unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Demnach soll die Verkaufsauktion bis zu 2,5 Mrd. Dollar in die Konzernkassen von Agilent spülen.

Die Chipsparte ist vor allem bei Finanzinvestoren heiß begehrt. Im Bieterrennen um den Konzernbereich hat sich ein Bündnis aus den Private-Equity-Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts & Co und Silverlake Partners in den Vordergrund gespielt. Darüber hinaus mischen weitere Finanzinvestoren-Bündnisse wie das zwischen Bain Capital und Warburg Partners um die Chipsparte mit. Die Partnerschaften sind allerdings nicht besonders eng gestrickt und können sich jederzeit auflösen, so das WSJ.

Agilent hatte seine Chipsparte vor gut einem Monat zum Verkauf angeboten. Zwar hat die Halbleitersparte im vergangenen Geschäftsjahr mit zwei Mrd. Dollar zum Konzernumsatz von sieben Mrd. Dollar beigetragen. Sie drückt aber bereits seit längerem auf die Ergebnisse. Im Juni dieses Jahres war man noch von einem Verkaufserlös zwischen 1,5 und zwei Mrd. Dollar ausgegangen.

Der nun erwartete höhere Verkaufspreis kommt inmitten einer schwierigen Phase für die Chipindustrie. Laut den Marktforschern von Gartner sollen die Umsätze in der Chip-Equipment-Industrie im laufenden Geschäftsjahr um bis zu zwölf Prozent einbrechen. Besserung versprechen die Marktforscher erst wieder ab 2007 oder 2008. Agilents Halbleitersparte stellt Chips für Glasfaserprodukte, Computer und Handys her. (pte)

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