Pressestimmen: "Schumi, die Kapitulation"

21. Juli 2005, 16:20
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ITALIEN:

"Gazzetta dello Sport": "Eine magere Saison löscht nicht die großen Triumphe (von Ferrari) aus. Ein weggeworfenes Jahr verzeiht man, zwei schon schwerer. Ein Duell für die Zeit nach Schumi. Sie (Alonso und Räikkönen) kämpfen nicht nur um den Weltmeister-Titel, sondern um noch mehr: um sein Erbe."

"La Repubblica": "Schumi, die Kapitulation - Weiße Fahne in Maranello. Fast eineinhalb Minuten Abstand vom Gewinner Montoya. Wie man es auch betrachtet, die Dinge laufen seit elf Rennen nicht."

"La Stampa": "Krise beim "Cavallino", der F 2005 enttäuscht weiter - Albtraum Ferrari."

"Il Messaggero": "Alonso baut seinen Abstand aus. Verstehen, nachdenken, arbeiten, nicht den Kopf verlieren. Ferrari sucht nach einem Ausweg."

GROSSBRITANNIEN:

"The Sun" "Montoya war zwar ein würdiger Sieger, aber Teamkollege Räikkönen hätte ganz oben auf dem Podium stehen sollen. Die neuen Regeln arbeiten weiterhin gegen die Bemühung des Finnen, den Abstand auf Alonso zu verkürzen. Hätte Räikkönen ohne Probleme fahren können, wäre er dem Feld weit davongefahren."

"The Times": "Die gute Nachricht für Ferrari - mit Schumachers Heimrennen vor Augen - ist, dass beide Autos zuverlässig sind. Die schlechte Nachricht ist, sie waren zuverlässig langsam. Alonso war die Fleischbeilage im McLaren-Sandwich, seine Enttäuschung wurde gemildert durch das Wissen, dass er seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf Räikkönen ausgebaut hat."

"Daily Telegraph": "Räikkönens letzte Runde in Silverstone war die schnellste des Tages. Damit zeigte er, dass er gewillt ist, bis zum Letzten zu kämpfen, vorausgesetzt der Motor macht mit."

"Financial Times": "Ferrari fehlte wieder einmal Geschwindigkeit. Schumacher lag zum zweiten Mal in Folge 75 Sekunden hinter dem Sieger und zeigte danach seine Frustration. Die Formel-1-Teams haben noch eine Testwoche, dann müssen sie sechs Wochen aufs Testen verzichten. Bedauerlicherweise hat nur Ferrari diese Vereinbarung nicht unterschrieben. Wie viel der 75 Sekunden sie beim Testen finden, wird die Konkurrenten sehr interessieren."

SPANIEN:

"El Pais": "Fernando Alonso ist zwar nur Zweiter geworden. Er ist aber der regelmäßigere Fahrer und der einzige, der keine Fehler macht. Der Titel rückt immer mehr in greifbare Nähe."

"Marca": "Fernando Alonso trägt bereits den Stempel des Weltmeisters."

"AS": "Fernando Alonso hat zwei weitere Punkte Vorsprung auf Räikkönen herausgefahren. Zu einem Drittel hat er den Titel bereits in der Tasche."

FRANKREICH:

"L'Equipe": "Montoya der Spielverderber. In Silverstone war der Start der entscheidende Augenblick. Da hat sich Montoya einen Vorteil verschafft, obwohl er bei der Qualifikation in die zweite Reihe versetzt wurde."

"Le Figaro": "Der Tag des Ruhmes für Montoya. Der Kolumbianer hat das Rennen mit Autorität geführt, ohne extrem zu dominieren."

DEUTSCHLAND:

"Bild" (Online): "Neues Desaster. Platz 6! Schumi nur noch Statist. Die Überrundung kommt immer näher."

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Den großen Rivalen hat McLaren-Mercedes auf der Hausstrecke geschlagen. Und doch verlor das deutsch-britische in Silverstone wieder ein wichtiges Duell. Die Fahrerweltmeisterschaft ist also nicht spannender geworden. Aber ärmer. Nach Rang sechs hat der Weltmeister zwar noch - theoretische - Chancen, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Im Hinterkopf aber dürfte nun kreisen, was alle denken: Schumacher ist aus dem Kandidatenkreis ausgeschieden."

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