Verkehrsdelikte im Urlaub kommen teuer

29. November 2005, 12:16
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Mit dem Auto ins benachbarte Ausland - Bei Verkehrsstrafen gibt es mitunter haushohe Unterschiede

Wien - Sofort zahlen, Autoschlüssel abgeben oder gar den Führerschein verlieren? Verkehrsübertretungen im Ausland können mitunter böse Folgen haben. Deshalb sollte man auch im Urlaub die Verkehrsregeln kennen und penibel einhalten, rät der ÖAMTC. Im Folgenden ein Überblick über Strafhöhen.

Alkohol am Steuer: In Deutschland werden bei geringfügigen Überschreitungen der Promillegrenze mindestens 250 Euro, in Italien 260 Euro und in der Schweiz gar 775 Euro fällig. Absolut nüchtern muss man beim Autofahren in Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Rumänien und Estland sein.

Tempo: Geringfügige Geschwindigkeitsübertretungen kommen häufig vor. In Italien wurden die Strafen erst heuer erhöht, mehr als zehn km/h zu schnell kosten 143 Euro, 40 km/h über dem Tempolimit 357 Euro. In Slowenien kommen geringe Tempoüberschreitungen auf 125 Euro.

Rotlicht: Wer eine rote Ampel missachtet, muss in Italien mit einer Strafe ab 140 Euro, in Kroatien mit 130 Euro, in der Schweiz mit 160 Euro und in Slowenien mit 250 Euro rechnen. In Deutschland gibt es einen Strafrahmen von 50 bis 200 Euro. In Tschechien kommt man bei mit 60 Euro relativ günstig davon.

Überholverbot: Das Missachten von Überholverboten kommt in Slowenien teuer, dort verrechnet die Exekutive 170 Euro. In der Schweiz kostet ein Überholverstoß ab 150 Euro, in Italien ab 70 Euro und in Kroatien ab 40 Euro. Am teuersten kann es in Norwegen werden: 640 Euro.

Parkverbot: Falschparken wird zwar oft als Kavaliersdelikt betrachtet, die Strafen können aber schmerzen: 143 Euro in Italien, 40 Euro in Slowenien und Kroatien, ab 25 Euro in der Schweiz.

"Achtung" heißt es auch bei besonderen Ländervorschriften: Auch Nichtitaliener müssen in Italien mit Strafpunkten rechnen. Zwanzig Punkte innerhalb eines Jahres bedeuten zwei Jahre Fahrverbot in Italien. In Spanien müssen beim Auftanken alle elektrischen Geräte (Handy, Radio, Fahrzeugbeleuchtung) abgeschaltet werden. (simo, DER STANDARD - Printausgabe, 11. Juli 2005)

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    So sehen die Kellen beim deutschen Nachbarn aus, wenn es heißt "Halt Polizei".

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