Mit 79 Legionären in neue Saison

18. Juli 2005, 14:10
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Bundesliga auf dem österreichischen Weg - erstmals seit sechs Jahren weniger als 80 Ausländer

Wien - Die österreichische T-Mobile Fußball-Bundesliga hat den österreichischen Weg eingeschlagen. Die zehn Vereine der höchsten Spielklasse gehen mit 79 Legionären in die am Dienstag beginnende Saison 2005/06 und damit mit so wenigen Gastarbeitern wie zuletzt vor über sechs Jahren. Seit dem Frühjahr 1999 waren stets über 80 Ausländer in den zehn Klubs engagiert, in der Hochphase waren fast 100 unter Vertrag. Die Transferzeit läuft noch bis 31. August, sehr viel wird sich aber wohl nicht mehr ändern.

In den zehn Jahren seit dem Bosman-Urteil im Dezember 1995 war die Zahl der Legionäre in Österreich explodiert. Zum Meisterschaftsstart 1994/95 spielten nur 33 ausländische Profis, bis zum Frühjahr 1997 verdoppelte sich beinahe die Zahl (63) und erreichte im Juli 2002 die 90-er Marke. Mit 84 Legionären waren die Vereine in die vergangenen Saison gestartet, allerdings wurde in der Winter-Transferzeit im Ausland kräftig eingekauft, wodurch die Zahl auf 96 aufgestiegen war.

Doch drei Jahre vor der Heim-EM zeichnet sich eine positive Entwicklung ab, die in erster Linie auf das Konto des Aufsteigers geht. Während Absteiger SW Bregenz mit 14 Legionäre vergeblich um den Klassenerhalt kämpfte, geht SV Josko Ried mit nur drei Legionären in die Saison. Außerdem haben auch die Großeinkäufer Red Bull Salzburg und Nordea Admira viele Österreicher geholt. Die Südstädter reduzierten von 13 auf neun Ausländer , Salzburg von zwölf auf neun.

Unverändert stark setzen SV Mattersburg (4 Legionäre), Wacker Tirol (5), FC Superfund Pasching und Liebherr GAK (je 6) auf heimische Spieler. Importeur Nummer eins bleibt Austria Magna, der Cupsieger setzt nach den zuletzt getätigten Transfers von Mario Tokic, Sasa Papac und Delano Hill auf 18 Gastarbeiter. Am stärksten vertreten sind Polen, Tschechien und Kroatien mit je neun Spielern, knapp gefolgt von der Slowakei mit acht.(APA)

Anzahl der Legionäre der T-Mobile Bundesliga-Vereine (Stand 11. Juli 2005):

 18 - Austria Magna
 10 - Puntigamer Sturm Graz
  9 - Rapid (inkl. Hofmann)
  9 - Admira Nordea
  9 - Red Bull Salzburg
  6 - Liebherr GAK
  6 - FC Superfund Pasching
  5 - Wacker Tirol
  4 - SV Mattersburg
  3 - SV Josko Ried
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    Nicht jeder Legionär hat die Qualität eines Jocelyn Blanchard,

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