US-Investoren bedrohen deutsche Mobilcom

17. Juli 2005, 09:23
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US-Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG) könnte in Zukunft gewaltige Geldsummen aus dem Unternehmen abziehen

Der überraschende Rückzug von Mobilcom-Chef Thorsten Grenz aus dem Büdelsdorfer Unternehmen ist auf ein Zerwürfnis mit einem der Hauptaktionäre zurückzuführen. Wie der Spiegel unter Berufung auf Aufsichtsratsmitglieder berichtet, befürchtet Grenz, dass der neue Großaktionär, der US-Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG), in Zukunft gewaltige Geldsummen aus dem Unternehmen abziehen könnte.

28 Prozent

Der US-Finanzinvestor ist im Mai dieses Jahres mit rund 28 Prozent bei Mobilcom eingestiegen und hat dort drei Aufsichtsratsmandate übernommen.

Wie der Spiegel weiter berichtet, haben die TPG-Manager im Mobilcom-Kontrollgremium schon bald danach unmissverständlich klar gemacht, dass sie die geplante Verschmelzung mit der Mobilcom-Festnetztochter Freenet dazu nutzen wollten, demnächst mehrere hundert Millionen Euro an die Aktionäre auszuschütten. Ein Großteil davon würde direkt in die Kassen der US-Gesellschaft fließen. TPG erwägt nach Informationen des Nachrichtenmagazins sogar, Kredite aufzunehmen, um die Ausschüttung an die Aktionäre zu finanzieren. (red)

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