Rudern: Doppelvierer überraschte

16. Juli 2005, 21:25
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Leichtgewichts-Crew schaffte mit Platz drei am Rotsee die WM-Qualifikation

Luzern - Mit einem sensationellen dritten Platz beim Ruder-Weltcup-Finale in Luzern ist der österreichische Leichtgewichts-Doppelvierer am Sonntag in die Weltspitze gerudert. Uwe Daxböck, Bernd Wakolbinger, Christoph Engl und Paul Sommeregger mussten sich im A-Finale der Rotsee-Regatta mit einer Zeit von 6:06,43 Minuten nur Italien (6:02,21) und Belgien (6:05,13) geschlagen geben. Mit dem Stockerlplatz hat sich das ÖRV-Boot für die WM in Gifu/Japan von 28. August bis 4. September qualifiziert.

"Eine Riesenüberraschung, die gezeigt hat, dass der Weg, den der Verband eingeschlagen hat, der richtige war", freute sich Nationaltrainer Martin Kessler. Wakolbinger, einziger Routinier im Boot, ergänzte: "Konsequente Arbeit und die Tatsache, dass man den Jungen eine Chance gegeben hat, haben sich bezahlt gemacht." Für die Österreicher, die bereits mit dem Finaleinzug überrascht hatten, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Bis 200 Meter vor dem Ziel lag das Quartett an zweiter Stelle, musste dann aber die Belgier ziehen lassen.

Weniger gut lief es am Sonntag für die anderen ÖRV-Boote. Ralph Kreibich wurde im Einer-B-Finale ebenso Sechster (Gesamt-Zwölfter) wie der schwere Doppelvierer Bernhard Pfaller/Norbert Lambing/Michael Hinterleitner/Andreas Tader in seinem B-Endlauf. Der leichte Doppelzweier Sebastian Sageder/Juliusz Madecki landete im B-Finale auf Rang drei und wurde Gesamt-Neunter.

Für die WM in Japan wurde neben dem leichten Doppelvierer auch Michaela Taupe (leichter Frauen-Einer) nominiert. Die Kärntnerin hatte in Luzern zwar das A-Finale knapp verpasst, wird aber auf Grund ihrer guten Halbfinal-Zeit (weniger als zwei Prozent hinter der Schnellsten) und ihres Sieges im kleinen Finale nach Gifu mitgenommen. (APA)

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    Uwe Daxböck, Bernd Wakolbinger, Christoph Engl und Paul Sommeregger.

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