Japanische Rakete trägt Forschungssatelliten ins All

18. Juli 2005, 13:17
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Astro E II soll schwarze Löcher erkunden

Tokio - Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat am Sonntag einen Forschungssatelliten erfolgreich ins All gebracht. Der Satellit Astro-E II soll ferne Galaxien und schwarze Löcher erkunden - das sind nicht sichtbare Objekte mit einer ungeheuer dichten Masse und einer so großen Schwerkraft, dass nicht einmal Licht entweichen kann.

Eine Rakete mit der Typenbezeichnung M-5 hob am Sonntag planmäßig in Uchinoura ab, rund 1.000 Kilometer südwestlich von Tokio. Der Start wurde live im Internet übertragen. Drei Minuten später wurde der 6,50 Meter lange Satellit freigesetzt. In den nächsten beiden Tagen wird er mit einem eigenen Antrieb eine Erdumlaufbahn in 550 Kilometern Höhe ansteuern. Seine Energie bezieht Astro-E II aus einer Fläche mit Solarzellen. Der Satellit verfügt über fünf Teleskope, die fünf Mal am Tag ihre Daten zur Erde übertragen.

Die Rakete fiel auf die Erde zurück. Es war der erste Raketenstart des japanischen Raumfahrtprogramms seit Februar und der zweite seit dem missglückten Start einer Rakete mit zwei Spionagesatelliten im November 2003. (APA/AP)

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