Angriffe kurdischer Rebellen in der Türkei

13. Juli 2005, 15:31
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Acht Verletzte - Wieder eine Minenexplosion

Diyabakir - Bei der Explosion einer Mine und einem Angriff kurdischer Rebellen sind in der Türkei am Sonntag fünf Zivilisten und drei Polizisten verletzt worden. Wie aus örtlichen Sicherheitskreisen verlautete, griffen Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Hozat in der östlichen Provinz Tunceli einen Polizeiposten an und verletzten drei Sicherheitskräfte. Bei dem zweiten Zwischenfall nahe dem Stadtzentrum von Sirnak im Südosten des Landes fuhr ein Lastwagen auf eine Mine, die vermutlich von PKK-Mitgliedern gelegt worden war. Alle fünf Insassen des Fahrzeugs erlitten Verletzungen.

Die PKK hatte von 1984 bis 1999 für einen unabhängigen Kurdenstaat in Südostanatolien gekämpft. Rund 37.000 Menschen wurden in dieser Zeit getötet. Nach der Festnahme des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan hatte die Organisation einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen, den sie im Juni 2004 jedoch wieder aufkündigte, weil die Regierung darauf nicht eingegangen war. (APA)

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