20 Verletzte durch Bombenanschlag in Ferienstadt Cesme

13. Juli 2005, 15:31
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Russe und Brite unter den Verletzten - Kurdische Splittergruppe bekennt sich zu Anschlag und kündigt weitere an

Istanbul - Bei einem Bombenanschlag im westtürkischen Ferienort Cesme an der Ägäis sind nach Polizeiangaben am Sonntag 20 Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Unter den Verletzten waren zwei ausländischen Touristen. Es handelte sich dabei um einen Russen und einen Briten, wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete.

Der Sprengsatz sei in der Innenstadt vor einer Bank explodiert, berichtete der türkische Fernsehsender CNN Turk. Es habe sich dabei entweder um eine Splitterbombe oder um eine Rohrbombe gehandelt. Der Ort der Explosion werde von Bombenexperten untersucht. Die Polizei habe die Umgebung abgeriegelt.

Kurdische Splittergruppe bekennt sich

Eine kurdische Splittergruppe aus dem Umfeld der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat sich am Sonntag zu dem Bombenanschlag bekannt und weitere Anschläge angekündigt. Ein Anrufer der "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK) habe sich gemeldet und erklärt, seine Gruppe habe den Anschlag verübt, meldete die PKK-nahe Nachrichtenagentur MHA am Abend.

Der TAK-Sprecher habe darauf hingewiesen, dass die Sicherheitskräfte in Cesme vor dem Anschlag gewarnt worden seien. Die "Aktionen" der TAK in den türkischen Urlaubsgebieten würden weitergehen. Bei dem Anschlag in Cesme wurden 20 Menschen verletzt, einer von ihnen schwer.

Die TAK hatte sich in den vergangenen Monaten zu mehreren Anschlägen in der Türkei bekannt. Ende April starb ein türkischer Polizist im Ferienort Kusadasi unweit von Cesme bei der Entschärfung einer Bombe, die ebenfalls von der TAK gelegt worden war. Der bisher schwerste Anschlag war im November 2003 von einer Zelle der Extremistengruppe Al-Kaida auf britische und jüdische Ziele verübt worden. Dabei waren mehr als 60 Menschen getötet worden. (APA/Reuters)

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    Bei dem Anschlag in dem beliebten Ferienort sind 20 menschen verletzt worden, darunter zwei ausländische Touristen.

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